Es lohnt sich, Bett, Matratze und Co. einige Aufmerksamkeit zu schenken – schließlich verbringen wir rund ein Drittel unseres Lebens im Schlaf.

Im Schlaf stellt unser Körper seine Leistungsfähigkeit wieder her, erneuert Zellen, bildet Eiweiße oder stärkt das Immunsystem. Im Idealfall bauen wir auf diese Weise auch Stress ab. Ob wir während der Nachtruhe wirklich „auftanken”, hängt davon ab, wie wir schlummern, ob wir durch- und ob wir genug schlafen. Die ausreichende Menge Schlaf kann – abhängig von individuellen Befindlichkeiten – zwischen fünf und zehn Stunden pendeln. Aber auch die Gestaltung des Schlafzimmers ist für den nächtlichen Erholungswert nicht zu unterschätzen.

Ein harmonischer Gesamteindruck

Bügelbrett, Wäschekörbe oder Krimskrams-Kisten haben im Schlafzimmer nichts verloren. Ein ordentliches, aufgeräumtes Zimmer trägt zu einem harmonischen Gesamteindruck entscheidend bei. Wer auf Nummer sicher gehen will, verbannt auch elektrische Geräte aus dem Schlafzimmer oder trennt sie zumindest in der Nacht vollständig vom Netz. Denn auch im Stand-by-Betrieb erzeugen Fernseher, Computer und Musikanlagen magnetische Felder, die bei empfindlichen Menschen das Wohlbefinden erheblich beeinträchtigen können.

Farben und Licht spielen ebenfalls eine Rolle: Wählen Sie beruhigende, entspannend wirkende Töne wie Grün, Türkis oder Hellblau. Kräftige Farben wie Rot sollten allenfalls als stimulierende Akzente gesetzt werden. Achten Sie auch darauf, dass die Schrankfronten Ihres Kleiderschranks in Farbgebung und Material möglichst mit dem restlichen Mobilar harmonieren. Indirektes und blendfreies Licht, wie es etwa Reflektorlampen liefern, sorgt zusätzlich für eine entspannende Atmosphäre.

Rund ums Bett

Wichtig ist, dass das Bett rund 30 Zentimeter länger ist als der größte Schläfer. Außerdem empfiehlt es sich, für ausreichende Bewegungsfreiheit einen Freiraum von knapp einem Meter um das Bett herum einzuplanen. Sollten Sie den Raum auch als Arbeitszimmer nutzen, kann es sinnvoll sein, ein Modell mit Bettkasten anzuschaffen, in dem das Bettzeug tagsüber diskret verschwinden kann.

Ein Lattenrost sollte möglichst zusammen mit der Matratze gekauft werden. Am besten sind Lattenroste mit Federholzrahmen, bei dem die Leisten flexibel beweglich sind. Perfekt ist eine zusätzliche Verstärkung im oberen und mittleren Teil.

Angebot und Qualitätsunterschiede von Matratzen sind riesig. In der Bildergalerie finden Sie die wichtigsten Modelle im Überblick.

Unter den Bettdecken sind Feder- und Daunendecken nach wie vor am beliebtesten. Denn sie saugen die während des Schlafens abgegebene Feuchtigkeit gut auf – und das ist immerhin zwischen einem Viertel und einem ganzen Liter. Erneuert werden sollten Daunendecken nach zehn Jahren. Zu empfehlen sind auch Naturhaar-Bettdecken mit einer Füllung aus Schafschurwolle, Baumwolle, Kamelhaar oder Kaschmir. Sie sind leicht, bei jeder Temperatur angenehm, regulieren ebenfalls gut Feuchtigkeit und können bis zu 15 Jahre in Gebrauch bleiben. Bettdecken mit Synthetikfasern schließlich sind dank Mikrofaserfüllung flauschig und vor allem für Allergiker zu empfehlen. Benutzbarkeit: bis acht Jahre.

Schadstofffrei und frisch

Viele Bettdecken-Hersteller weisen geprüfte Schadstofffreiheit aus – kenntlich gemacht etwa mit dem Label „Textiles Vertrauen”. Und auch der Bodenbelag soll schadstofffrei sein. Holzparkett ist haltbar und pflegeleicht, ein Teppichboden warm und schallschluckend. Bei Letzterem empfiehlt sich eher kurzer Flor, der den Hausstaub besser bindet. Für Hausstaub-Allergiker gibt es auch im Teppichsegment spezielle Bodenbeläge.

Unverzichtbar für einen gesunden und erholsamen Schlaf ist nicht zuletzt frische Luft! Deshalb sollten Sie auf jeden Fall vor dem Zubettgehen noch einmal gut durchlüften. Rollos oder Jalousien sorgen dafür, dass kein Tageslicht den Tiefschlaf stört.