Wer auch zu Hause viel Zeit am Schreibtisch verbringt, sollte bei der Auswahl auf dessen ergonomische Gestaltung achten. So lässt sich arbeitsbedingten Rücken- und Schulterschmerzen vorbeugen.

Rund 80.000 Stunden seines Lebens verbringt ein Büroangestellter am Schreibtisch. Fast die Hälfte der Büromenschen klagt laut Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BauA) über Rückenschmerzen, oft in Kombination mit Schulter- und Nackenbeschwerden. Schuld sind meist nicht ausreichend ergonomisch gestaltete Büromöbel.

Was für den Job gilt, gilt natürlich auch fürs Home Office. Denn auch zu Hause erledigen wir, dank Computer, immer mehr Arbeiten am Schreibtisch. Wer auch hier gesundheitlichen Beeinträchtigungen vorbeugen möchte, sollte bei der Auswahl des Schreibtisches ein paar wichtige Kriterien berücksichtigen.

Auf die Größe kommt es an

Wie groß die Fläche des Schreibtisches ausfallen darf, hängt natürlich vom zur Verfügung stehenden Platz ab. Die BauA empfiehlt für die reine Schreibtischarbeit und die Arbeit am Computer auf jeden Fall separate Bereiche. Die Schreibtischfläche sollte danach mindestens 160 x 80 cm groß sein. Die Tiefe des Computertisches sollte bei einem Flachbildschirm mindestens 80 cm, bei einem Röhrengerät mindestens 100 cm betragen. Besonders praktisch sind sogenannte Winkelkombinationen. Die nutzbare Breite des Computertisches muss hier mindestens 60 cm betragen.

Der Schreibtisch sollte nach Möglichkeit höhenverstellbar sein, um ihn an die Körpergröße des Nutzers anpassen zu können. Das BauA empfiehlt einen Höhenverstellbereich von mindestens 68 cm bis 76 cm, besser mehr. Für Menschen, die viel Zeit im Home Office verbringen, bietet sich ein Schreibtisch an, der sich mit ein paar einfachen Handgriffen zum Stehtisch umbauen lässt. Studien haben ergeben, dass der Wechsel zwischen Sitzen und Stehen bestimmten Muskel- und Skeletterkrankungen vorbeugt. Alternativ kann natürlich auch zusätzlich ein Stehpult angeschafft werden. Auch das ist natürlich eine Frage des für den Heimarbeitsplatz zur Verfügung stehenden Raums.

Die Tischplatte sollte maximal 3 cm dick sein und keine zusätzliche Metallrahmenkonstruktion aufweisen. Außerdem sollte man eine reflexarme, matte Tischfläche bevorzugen.

Freier Platz für die Beine

Der Beinraum unter der Tischfläche muss auf jeden Fall frei bleiben, damit man nicht schräg und damit verkrampft sitzt. Rollcontainer, die man bei Bedarf zur Seite schieben kann, sind deshalb auch besser als fest eingebaute Schubladen. Schließlich sollten die Möbel möglichst abgerundete Kanten haben, denn gerade im kleinen Home Office gibt es sonst schnell mal unangenehme blaue Flecken. Für die Sicherheit und eine verbesserte Optik sorgen Kabelkanäle für die Kabel von Schreibtischlampe und Computer.