Stilvoll oder sparsam – da brauchen Sie sich gar nicht unbedingt zu entscheiden. Es gibt nämlich Badarmaturen, die beides sind.

Statistisch gesehen verbraucht jeder Deutsche knapp 130 Liter Trinkwasser am Tag – nur fünf Liter davon aber tatsächlich zum Trinken und Kochen. Gut 80 Liter fließen hingegen durch Dusche, Badewanne und WC. Daher lohnt es sich, beim Kauf einer Badezimmer-Armatur auf Modelle zu achten, die Wasser sparen. Das heißt aber nicht, dass Sie dafür auf Stil und Komfort verzichten müssen. Wir stellen Ihnen eine Reihe so formschöner wie sparsamer Armaturen-Gruppen vor.

Einhebelmischer

Einhebelmischer trifft man in deutschen Badezimmern am häufigsten. Ein Grund dürfte  sein, dass dieser Armaturentyp in vielen Variationen zu haben ist. Allen Modellen gemeinsam: Die Wassermenge und -temperatur wird über ein und denselben Hebel eingestellt. Gute Armaturen von Markenherstellern haben in ihrem Gehäuse ein sorgfältig gearbeitetes Keramik-Mischsystem für leichtgängige Handhabung – und damit geringeren Wasserverbrauch. Wer richtig Wasser sparen möchte, kann die Armatur so einstellen (lassen), dass der Hahn selbst voll aufgedreht nur eine begrenzte Menge durchlässt. Wer mehr fließen lassen will, muss einen leichten Widerstand des Hebels überwinden.

Zweigriffmodelle

Bei diesem Armaturentyp wird der Zulauf des kalten und warmen Wassers über zwei separate Griffe geregelt.

Bei deren Gestaltung sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Nachteil: Das Einstellen der Wunschtemperatur dauert länger, kostet mehr Energie und verbraucht mehr Wasser. Wer es im Bad aber eher klassisch mag, wird vermutlich immer bei der Zweigrifflösung landen. Tipp: Montieren Sie per Hand einen Durchflussbegrenzer in den Auslauf. Er reduziert die Wassermenge um bis zu 50 Prozent. Wenn Sie dann noch einen Luftsprudler einsetzen, merkt man die reduzierte Wassermenge nicht, da der Strahl mit Luft angereichert und so vergrößert wird.

Sensorgesteuerte Armaturen

Eigentlich kennt man diese Modelle mehr aus öffentlichen Gebäuden. Doch mittlerweile sind sie auch in Privathaushalten auf dem Vormarsch. Denn sensorgesteuerte Hähne bieten hohen Komfort: Sie spenden „automatisch“ Wasser und kommen daher ohne Hebel oder Griffe aus. Möglich macht das ein integrierter Infrarotsensor, der „Wasser marsch“ meldet, sobald er registriert, dass sich Hände nähern. Fazit: Hohes Wassersparpotenzial und Komfort zugleich.

Thermostat-Armaturen

Thermostat-Armaturen sind der Clou, wenn es ums Wasser- und Energiesparen geht. Denn ist die gewünschte Temperatur einmal eingestellt, wird sie  fortan automatisch geliefert, sobald der Hahn betätigt wird. Das macht langwierige Einstellprozeduren beim alltäglichen Gebrauch überflüssig – und spart Wasser. Übrigens: Aus Sicherheitsgründen liegt die einstellbare Temperatur nicht höher als 38 Grad. Wer’s manchmal heißer mag, muss für solche Fälle einen Knopf entriegeln.