Mit Tapetenbordüren lassen sich edle, aufregende oder auch überraschende Raumeffekte erzielen. Wir jedenfalls sind vor Begeisterung ganz von der Rolle.

Eine schöne Wandfarbe oder Tapete kann einen Raum schon sehr wohnlich wirken lassen. Doch Tapetenbordüren sind bei der individuellen Wandgestaltung das Tüpfelchen auf dem i. Ganz klassisch dienen die farbigen Tapetenbänder (gibt’s meist als 5-Meter-Rolle) als oberer Wandabschluss, der das Bild einer Wand erst komplett macht – sozusagen als Gegenstück zur Fußleiste. Doch die bunten Borten können noch viel mehr als das. Geschickt eingesetzt, steigern sie die Wirkung der Tapete, setzen einen stilvollen Akzent und können sogar die Proportionen eines Raumes verändern.

Passende Kombination

Bei der Wahl der Bordüre sollten Sie darauf achten, dass diese nicht zu stark mit der Tapete konkurriert. Da sich die Bildwelt der Borte nur auf kleinem Raum abspielt, sind kräftigere Farben oder Muster aber ausdrücklich erlaubt. Zu den meisten Tapetenserien entwerfen die Hersteller gleich die passenden „Zierleisten“. Wenn Sie sich also für eine Tapete entschieden haben, lassen Sie sich die Bordürenkollektion dazu zeigen – dann wirkt Ihre Wandgestaltung später garantiert wie aus einem Guss.

Fantasievolle Motive

Im Kinderzimmer sind die abwechslungsreichen Tapetenbänder fast schon ein Muss. Die liebevoll gestalteten Motive bieten den Kleinen optische Anreize, die die Fantasie beflügeln. Von Prinzessinnen über Autos bis hin zu exotischen Tieren, von romantisch über sachlich bis hin zu wild ist für so ziemlich jeden Geschmack die passende Bordüre erhältlich. Damit die Kleinen sich ohne Halsverrenken an den fröhlichen Bildmotiven erfreuen können, bietet sich die Verarbeitung auf Taillenhöhe an. Die Tapete selbst darf ruhig etwas dezenter sein – dann gefällt Ihrem Nachwuchs das Zimmer auch später noch.

Effektvolle Trennlinie

Auch in Wohnräumen können Sie eine Bordüre einsetzen, um zwei verschieden gestaltete Wandbereiche horizontal zu trennen. Die Borte überbrückt dann optisch die beiden Farbflächen und gibt dem Raum eine klassische, stilvolle Ausstrahlung.

Verwenden Sie dabei am besten die dominanter wirkende Tapete im unteren Bereich und die zweite, schlichtere im oberen. Orientieren Sie sich bei der Positionierung des Trennstreifens an den architektonischen Vorgaben, beispielsweise der Höhe des Fensterbretts. Diese Gestaltungsart betont die Horizontale und lässt Räume dadurch etwas breiter erscheinen.

Wenn Sie einen hohen Raum niedriger wirken lassen möchten, probieren Sie Folgendes: Tapezieren Sie nicht bis zur Decke, sondern je nach Raumhöhe deutlich niedriger – zum Beispiel bis Türhöhe. Darüber setzen Sie die Bordüre als neuen oberen Wandabschluss. Eine senkrecht verarbeitete Borte, in den Zimmerecken platziert, betont die so eingefasste Wand und streckt den Raum optisch.

Unbegrenzte Möglichkeiten

Wer mutiger gestalten will, kann seine Lieblingsbordüre zum Beispiel auch als Rahmen für Fenster, Türen oder eine ganze Wand einsetzen. Das zieht bestimmt bewundernde Blicke an und kann einem vertrauten Raum eine neue Atmosphäre verleihen. Oder Sie kreieren den Bordürenrahmen einfach mal in der Mitte einer ansonsten schlichten Wand. Die so umgrenzte Fläche können Sie dann entweder mit einer Hingucker-Tapete füllen oder sie als Schauwand für Ihre liebsten Familienfotos verwenden. Und natürlich können Sie Ihrer Kreativität auch gänzlich freien Lauf lassen und eine Deko­Borte spielerisch um Möbel, Spiegel, Kamine und dergleichen herum„fließen“ lassen. Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Tipp: Um Positionierung und Wirkung zu testen, befestigen Sie die Bordüre zuerst provisorisch mit Malerkrepp. Wenn Ihnen das Ergebnis gefällt, können Sie anschließend munter draufloskleben.