Möbel aus massivem Holz sind robust und wertbeständig. Mit der richtigen Pflege bleiben sie dauerhaft schön und behalten ihre positiven Eigenschaften: Massivholzmöbel atmen, sind nicht elektrostatisch und haben eine antibakterielle Wirkung.

Massivholzmöbel bestehen zum größten Teil aus Vollholz und sind nicht furniert. Durch seine Poren nimmt Holz Feuchtigkeit auf und gibt es bei geringer Luftfeuchte wieder ab – so sorgen Möbel aus Massivholz auch noch für ein gesundes Raumklima. Bett, Kommode und Schreibtisch aus massivem Holz eignen sich besonders gut für das Kinderzimmer. Denn durch die massive Bauweise sind die Stücke sehr robust und splittern und brechen nicht so leicht wie furnierte Möbel.

Zwar werden massive Holzmöbel mit den Jahren immer schöner – ihre Oberfläche sollte von Zeit zu Zeit dennoch gepflegt werden – vor allem im Kinderzimmer, wo eigentich immer das Leben tobt. Um das ermattete Holz wieder zum Glänzen zu bringen und Kratzer und Flecken zu beseitigen, gibt es verschiedene Möglichkeiten: Sowohl Lacke als auch Öle und Wachse sorgen für neuen Glanz.

Die Behandlung mit Lack

Lacke verschließen die Poren des Holzes, die Oberfläche des Möbels ist so gegen äußere Einflüsse versiegelt. Umgeschütteter Orangensaft kann also nicht in das Holz eindringen und es aufquellen lassen. Und auch feste klebrige Substanzen wie Kaugummi und Klebstoff können meist rückstandslos abgelöst werden. Am ökologischsten ist die Oberflächenbehandlung mit Schelllack, das ist eine harzartige Substanz natürlichen Ursprungs. Generell sollte Eltern darauf achten, dass sie im Kinderzimmer nur solche Lacke verwenden, die frei von Lösemitteln sind bzw. nur Wasser als Lösemittel enthalten.

Die Pflege mit Öl

Öl sorgt dafür, dass das Holz offenporig bleibt, aktiviert die Farbpigmente und frischt die Maserung auf. Gute Pflegemittel sind z.B. Lein-, Raps-, Oliven- und Walnussöl. Durch die Behandlung wird das Holz widerstandsfähiger gegen Feuchtigkeit und die meisten „gebrauchsüblichen“ Beanspruchungen – dem Trubel im Kinderzimmer sind Öle aber nicht unbedingt gewachsen. Wenn beispielsweise häufiger farbige Flüssigkeiten auf das Holz kommen, bleiben Flecken zurück, die sich dann auch nicht mehr so einfach wegölen lassen.

Die Pflege mit Wachs

Wachs bleibt im Unterschied zu Öl auf der Oberfläche der Möbel und verleiht ihnen einen seidenmatten Glanz. Die wasserabweisende Wirkung und der Schutz vor Abrieb sind höher als bei einer Pflege mit Öl. Achtung: Enthält das Pflegemittel viele Hartwachse, kann das die Poren verstopfen, das Holz kann dann nicht mehr atmen. Ist ein Möbelstück regelmäßig einer starken mechanischen Belastung ausgesetzt – wie zum Beispiel eine Kommode, die oft als Klettergerüst genutzt wird – ist Wachs ungeeignet, verwenden Sie lieber Öl oder Lack.

Wenn die Gebrauchsspuren sehr deutlich sind, gibt es bei Massivholzmöbeln auch noch die Möglichkeit, die Oberfläche mit Sandpapier abzuschleifen. Danach stellt sich allerdings wieder die Frage der Nachbehandlung.

Die Reinigung

Meist reicht es, Massivholzmöbel mit einem nebelfeuchten Tusch abzuwischen, stehende Nässe sollten Sie vermeiden. Achten Sie bei sonstigen Reinigungsmitteln darauf, dass sie ausdrücklich für gewachste oder geölte Oberflächen geeignet sind. Tabu sind Pflegemittel mit Fett lösenden Inhaltsstoffen.