Kennen Sie den „Tripp Trapp“? Höchstwahrscheinlich, denn die patente Sitzgelegenheit der Firma Stokke aus dem norwegischen Ålesund steht in fast jedem Haushalt mit Kindern und erleichtert Familien seit fast vier Jahrzehnten den Alltag. Davor mussten die Kleinen, wenn sie aus dem Hochstühlchen herausgewachsen waren, auf ganz normalen Stühlen für Erwachsene kauern –das Kinn auf Tischkantenhöhe, die Füße ohne Bodenkontakt und die Erwachsenen ganz weit oben.

<strong> Nicht nur am Familientisch, auch beim Basteln und Malen sitzt es sich gut. .</strong> Foto: Stokke
Nicht nur am Familientisch, auch beim Basteln und Malen sitzt es sich gut. Foto: Stokke

Designer Peter Opsvik mochte einfach nicht mit ansehen, wie unbequem Söhnchen Tor auf einem viel zu großen Schemel schwankte. Der besorgte Vater, von Berufs wegen kreativ, grübelte ein Weilchen und erfand dann kurzerhand einen Stuhl, der Sohnemann ganz bequem auf Augenhöhe mit dem Rest der Familie brachte – und über die nächsten

Monate einfach mit dem Junior mitwachsen konnte. Der Stuhl wurde für das Zusammensitzen am Familientisch konzipiert, um das Kind ins Familienleben einzubeziehen. Schließlich entwickelt es dort seine Sprache und seine sozialen Fähigkeiten.

Vom Prototyp zum Klassiker

Nach einer längeren Testphase nahm Stokke den revolutionären Kinder-Hochstuhl 1972 in die Produktion. An der Konstruktion und den unverkennbaren Proportionen des kultigen Teils hat sich seither nichts geändert. Bis heute wurde das ebenso sichere wie komfortable Sitzmöbel, das seinen Benutzer vom Kleinkindstadium bis ins Erwachsenen alter begleitet, weltweit mehr als sieben Millionen Mal verkauft. Die verstellbare Fußplatte des „Tripp

Trapp“ stützt die Füße des Kindes in der richtigen Höhe, die Ellbogen liegen in Höhe der Tischplatte. Dank der ebenfalls höhenverstellbaren Sitzplatte findet auch der Oberkörper stets eine Stütze – egal wie groß oder klein das Kind ist. Der Stuhl wächst so nicht nur mit, sondern gewöhnt das Kind auch an ein ergonomisch richtiges Sitzen. Allerdings: Kleine Kinder sollten nur über kurze Zeit im Hochstuhl sitzen, höchstens 10 bis 15 Minuten am Stück. Wenn das Kind dann groß genug ist, um selbst zu entscheiden, wann es sitzen und wann es herumlaufen will, löst sich das Problem von selbst …