Der Regen prasselt, die Wischer arbeiten auf Hochtouren, und dann kommt die Frage des Fahrers: „Machst du das Tor auf oder soll ich …?“ Mit der Antwort kann man bei so einem Wetter nur verlieren. Einer wird immer nass, egal ob Fahrer oder Beifahrer.

Aber es geht auch bequemer – und trockener. Denn viele bisher nur per Hand zu bedienende Einfahrtstore lassen sich relativ leicht und günstig mit elektrischen Antrieben nachrüsten. Dann muss nur noch die Fernbedienung betätigt werden, und wie von Geisterhand öffnet und schließt sich das Tor, ohne dass jemand nass wird.

Verschiedene Tormodelle

Schieben oder Drehen? Man unterscheidet zwei Varianten. Das Schiebetor fährt durch einen Antriebsmotor freischwebend oder auf einer Laufschiene platzsparend zur Seite. Ein im Antrieb integriertes Zahnrad überträgt die Vor- oder Rückwärtslaufrichtung auf die „Zähne“ unterhalb des Tores. Beim Dreh- oder Doppelflügeltor werden der oder die Flügel jeweils an einem Arm oder Armgelenk geführt. Diese Variante benötigt mehr Platz, da sie einen Bewegungsradius von 90 bis 130 Grad erfordert. Bei der Umrüstung installiert der Monteur jeweils den Gelenkarm- oder Spindelantrieb, der dann an das Tor greift, an den Torpfosten. Voraussetzung für alle elektrischen Antriebe ist eine Stromquelle mit 230 Volt in Gartentornähe.

Hier kann gegebenenfalls auch Solartechnik als Energielieferant zum Einsatz kommen.

Prüfung vom Fachmann

Ob die elektrische Nachrüstung überhaupt infrage kommt, muss der Fachmann prüfen. Wie ist der Zustand der Pfosten? Ist das Tor freischwebend oder geführt? Hat es eine Füllung? Ist eine Steigung zu überwinden? Welche Maße und Gewicht hat das Tor? Diese Faktoren entscheiden letztlich auch maßgeblich über die Kosten der Umrüstung. Im Paket sind Drehtorantriebe ab ca. 300 Euro zu haben. Hinzu kommen der Sender und gegebenenfalls eine Lichtschranke. Wichtig: Die Mechanik muss zur Sicherheit so konzipiert sein, dass das Tor sofort im Lauf stoppt, wenn zum Beispiel Kinder oder Hindernisse im Bewegungsradius auftauchen.

Auch per Smartphone-App

Passende Handsender zur Betätigung des Tormechanismus gibt es in verschiedenen Ausführungen. Der Clou: die App fürs Smartphone. Beim „BiSecure Gateway” der Firma Hörmann beispielsweise lassen sich die Einfahrtstore per iPhone, iPad, Android-Smartphone oder -Tablet steuern. Die entscheidende Frage an der geschlossenen Einfahrt lautet dann nicht mehr: Wer steigt aus? Sondern wie bei der Fernbedienung fürs Fernsehgerät: Wer hat die Macht?