Soll der Zaun vor fremden Blicken schützen oder einfach nur attraktiv dastehen? Soll er natürlich sein oder cool wie Stahl? Wir verraten, was zu beachten ist.

„Gute Zäune machen gute Nachbarn!”, behauptet ein texanisches Sprichwort. Historisch mag das seine Berechtigung haben. Aber bei der Wahl der Grundstücks- und Garteneinfriedung ist mittlerweile doch mehr im Spiel als der Wunsch nach harmonischer Nachbarschaft. Denn hatten Zäune früher vor allem die Aufgabe, möglichst zuverlässig vor Eindringlingen zu schützen, sollten sie heute auch noch toll anzusehen sein, neugierige Blicke abhalten oder eine dezente, aber unmissverständlich Grenze zum nächstliegenden Garten ziehen.

Welche Funktion soll der Zaun haben?

Vor dem Kauf sollte man sich fragen, welche Funktion die sichtbare Grenze eigentlich haben soll: Ist Schönheit oder Sicherheit, Durchblick oder Abschottung erwünscht? Dabei gilt auch bei Zäunen: Vorsicht vor Stilbrüchen! Denn manche Einfriedung sieht in einem dörflichen Umfeld sehr stimmungsvoll aus, wirkt in der Stadt aber lächerlich. Und umgekehrt. Ein Spaltholzzaun im Villenviertel etwa ist viel zu rustikal, ein Stahlzaun wiederum wäre vor einem Bauernhaus ziemlich deplatziert.

Natürlich: Holz

Wer einen Zaun aus Holz wählt, muss wissen, dass sich der Zaun im Laufe der Jahre farblich verändern wird. Und: Am besten nur Hölzer verwenden, die widerstandsfähig gegenüber Umwelteinflüssen sind. Empfehlenswert: z.B. Kastanie, Eiche oder Lärche. Die sind zwar teurer in der Anschaffung – ein Meter Zaun aus Kastanie kostet etwa 50 Euro –, halten aber um Jahre länger als günstigere Lösungen.

Bei gestrichenen oder lackierten Holzzäunen sollten Sie außerdem die regelmäßige Pflege mit einkalkulieren – der Anstrich sollte spätestens alle zwei Jahre erneuert werden.

Besonders langlebig: Stahl und Metall

Wesentlich weniger Aufwand verlangen Zäune aus Stahl und Metall: Eine Einfriedung aus diesem Material ist langlebig, pflegeleicht und garantiert bei entsprechender Höhe optimale Sicherheit. Allerdings: Metallzäune lassen oft weit blicken. Daher sollten sie, wenn möglich, mit einer Hecke kombiniert werden. Ähnliches gilt für Maschendraht, die günstigste, allerdings auch durchsichtigste Art, einen Zaun zu ziehen.

Blickfang: Mauern

Wo es passt und erlaubt ist, sind Mauern eine attraktive Möglichkeit, sich vom Rest der Welt abzusetzen. Wer mag, lässt Gewächse darauf sprießen – viele Pflanzen fühlen sich auf oder an der Mauer wohl. Ansonsten braucht man sich kaum um die Instandhaltung zu kümmern.