Gartengestaltung an sich ist schon eine Kunst. Originelle Objekte – kunstvoll platziert – sorgen dabei für ganz besondere Blickfänge.

Wir kennen sie aus berühmten Schlossparks: Büsten, Statuen und Säulen als dekorative Bereicherung großer Gartenanlagen. Und mittlerweile haben Figuren und Skulpturen auch Einzug gehalten in die grüne Oase rund ums Eigenheim. Schließlich verleihen sie dem Garten eine höchst individuelle Note.

Selbst auf kleinem Raum kann sich der Reiz von Kunst unter freiem Himmel entfalten. Je nach Jahres- und Tageszeit, bei Sonne oder Regen – immer wieder erscheinen die Werke in einem anderen Licht. Die Lebendigkeit des Gartens wird hier sozusagen auf den Punkt gebracht.

Das Buch "Kunst Garten Kunst" (DVA, 29,99 Euro) von Cordula Hamann schickt echte Gartenkünstler auf Entdeckungsreise im In- und Ausland. Foto: DVA / Cordula Hamann
Das Buch “Kunst Garten Kunst” (DVA, 29,99 Euro) von Cordula Hamann schickt echte Gartenkünstler auf Entdeckungsreise im In- und Ausland. Foto: DVA / Cordula Hamann

Auch wenn nicht jeder Mensch das Zeug zum Landschaftsarchitekten hat: Die Beispiele hier zeigen, dass sich mit Kreativität und Geschick Kunst und Gartenbau auf wunderbare Weise verbinden lassen.

Der Garten hinterm Deich

Direkt am Deich der Leda in Esklum haben sich Meike und Wilhelm Diddens ihren Gartentraum erfüllt.

Sie interessieren sich seit jeher für Architektur, Kunst und Gärten. Auf dem fast 5.000-Quadratmeter-Grundstück der ehemaligen Dorfschule können sie ihre Leidenschaft nun intensiv ausleben.

Kunstvolle Akzente setzen zum Beispiel aus Blech gestanzte Wörter wie „Liebe“ und „Träume“ in den Staudenrabatten, eine aus Eiben geschnittene Schale – und eine vergoldete Schaufensterpuppe im Gartenteich (siehe Foto oben).

In Form geschnitten

Ebenfalls in Niedersachsen, in Gehrde bei Osnabrück, liegt der Garten von Barbara Jamin-Sassmannshausen. Hier geben in Form geschnittene Hecken, Lauben, Hainbuchenhochstämme, Buchsbaum und Hartriegel dem Ganzen Struktur.

Aus elementaren Formen wie Kugeln, Kubus und Ringen sowie aus Zickzack-Weide oder abgeschnittenen Ästen werden Kunstobjekte. Ein Höhepunkt: „Die Sitzende“, die wie eingefroren im Moment ihres Aufstehens erscheint.

Passion in grün

Einen geradezu skulpturalen Rasengarten haben Andrea und Günter Werner im Bremer Stadtteil Ostertor angelegt. Das Garten-Kunstwerk umfasst gerade mal 115 Quadratmeter. Der vorherrschende Baustoff ist grauer Beton, den Gesamteindruck prägt ein sehr kurz gehaltener Rasen in frischem Grün (siehe Foto oben).

Ursprünglich gab es mehr Kegel und Trichter. Deren Anzahl ist mittlerweile  reduziert worden – auch weil der Pflegeaufwand zu groß geworden war. Denn die vielen schrägen Flächen müssen mit der Hand geschnitten werden.