Wer für die Rasenrasur einen Handmäher wählt, tut nicht nur seinem Garten Gutes, sondern auch etwas für die eigene Fitness. Spindelmäher liefern die besten Schnittergebnisse.

Handrasenmäher mähen den Rasen ebenso schonend wie akkurat, dank ihres cleveren Funktionsprinzips: Auf der Achse sitzt eine Walze (Mähspindel), auf der wiederum bis zu zehn spiralförmige Messer angeordnet sind. Die Drehung der Räder versetzt die Spindel samt Messer in Rotation. Dabei bewegen sie sich gegen ein feststehendes Gegenmesser an der Unterseite des Mähers (Untermesser). Beim Rasenmähen werden die Grashalme erfasst und wie mit einer Schere sauber abgeschnitten.

Spindel oder Sichel?

In Großbritannien lassen Profi- und Hobbygärtner fast nur Spindelmäher an ihren makellosen englischen Rasen. Bei uns aber hat sich der Sichelmäher durchgesetzt, der das Gras mit einem kreisförmig rotierenden Messer abschlägt. Der Unterschied zwischen beiden Mäharten ist deutlich: Spindelmäher hinterlassen Grashalme mit geraden, grünen Kanten, Sichelmäher mehr oder weniger ausgefranste Stängel. Werden gar unscharfe Messer verwendet, verfärben sich die Schnittstellen oft bräunlich. Spindelmäher haben einen weiteren Vorteil: Sie erlauben tiefere Rasenschnitte und werden daher immer dort eingesetzt, wo höchste Schnittqualität gefragt ist – zum Beispiel auf Golfplätzen, dort allerdings meist in der motorisierten Version.

Echte Handarbeit

Hierzulande verwenden Hobbygärtner Spindelmäher meist nur noch in nichtmotorisierter Variante. Diese Handmäher funktionieren nach demselben Prinzip wie die Profi-Maschinen, sind aber erheblich preisgünstiger. Wer eine Rasenfläche von rund 250 Quadratmetern zu mähen hat und gleichzeitig etwas für seine Fitness tun möchte, ist damit gut beraten. Da sie weder Strom noch Benzin verbrauchen, sind Handmäher außerdem absolute „Öko“-Mäher. Bei größeren Flächen oder Hanggrundstücken dürfte ihr Einsatz aber doch recht beschwerlich sein.

Sauberer Schnitt

Voraussetzung für ein sauberes Mähergebnis sind scharfe Messer und ein präziser Schliff. Bei guten Mähern sind die Spindel- und Untermesser werkseitig bis auf den Hundertstelmillimeter genau geschliffen.

Ob die Messer noch scharf sind, lässt sich einfach feststellen: Papierstreifen zwischen Spindel und Untermesser legen, Spindel vorsichtig drehen – wird das Blatt nicht durchgeschnitten, sondern nur geknickt, muss nachgeschliffen werden. Fachbetriebe verfügen über spezielle Schleifmaschinen.

Bei der Anschaffung eines Handmähers sollte darauf geachtet werden, dass sich die Messerwalze und das Untermesser beim Mähen nicht berühren (berührungslose Schneidtechnik), das macht den Rasenschnitt genauer und das Mähen zu einer leisen Angelegenheit.

Wer die Wahl hat …

Es gibt rund 800 verschiedenen Rasenmäher- und Rasentraktormodellen, darunter Benzin- oder Elektrorasenmähern, Mulchmähern, Rasentrimmern und -kantenschneidern – und neben selbstständig arbeitenden Mährobotern sind inzwischen sogar Luftkissenmäher ohne Bodenkontakt im Handel.