Sattgrün, dicht und unkrautfrei – so lieben wir unseren Rasen. Mit der richtigen Pflege zeigt er sich selbst bei Problemfällen wieder von seiner besten Seite.

Ein grüner Gartentraum

Es ist der Traum fast aller Gartenbesitzer: ein Rasen mit kräftigem Grün und dichter Grasnarbe auf ebener Fläche. Kahle Stellen und Gewächse wie Löwenzahn, Klee oder Moos sind unerwünscht. Aber nicht immer ist der Rasen daheim so makellos, wie man ihn gerne hätte. Verfilzte Flächen, absterbende Gräser oder ein kümmerlicher Wuchs sind nur einige der Probleme, die regelmäßig auftauchen können. Einfach nur den Rasen mähen oder das Vertikutieren im Frühjahr allein schafft dann in der Regel keine nachhaltige Lösung. Um den Ursachen auf den Grund zu gehen, muss man schon genau hinsehen und von Fall zu Fall die angemessenen Maßnahmen ergreifen.

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Klee- und Moosbefall

Zu den häufigsten Problemen gehört der Bewuchs mit Moos, Klee und im Frühjahr vor allem mit Löwenzahn. Gerade bei letzterem hilft es, die ersten Pflanzen rechtzeitig per Hand auszustechen. Sonst bleiben die langen Pfahlwurzeln im Boden und der Löwenzahn wächst wieder nach. Ist der Rasen mit Klee und Moos durchwuchert, lohnt sich eine Bestimmung des Bodenzustands durch einen Schnelltest, der preiswert im Baumarkt erhältlich ist.

Meist sind es Nährstoffmängel durch unzureichende Düngung, die das Wachstum der Störenfriede fördern. Auch ein stark verdichteter Boden, auf dem sich leicht Staunässe bildet, trägt häufig dazu bei, dass Klee- und Moos sich ausbreiten. Regelmäßiges Belüften des Rasens und ein besonderer Boden-Aktivator, der die Mikroorganismen im Boden anregt, können langfristig Abhilfe schaffen. Speziell gegen das Moos kann man Eisensulfat-Dünger auf den Rasen aufbringen. Dieser bewirkt, dass das Moos abstirbt. Es lässt sich anschließend einfach ausharken.

Was tun gegen Pilze?

Ebenfalls ein Dorn im Auge von Rasenfreunden sind sogenannte Hexenringe – so werden kreisförmige Anordnungen von Pilzen genannt. Dabei wächst ein unterirdisches Pilzgeflecht (Myzel) von einem zentralen Punkt aus nach außen und bedeckt auf diese Weise eine immer größere Fläche. An den Enden kommen dann die eigentlichen Pilze aus dem Boden. Sie treten besonders auf nährstoffarmen, sandigen Böden auf. Rasenfilz und eine schlechte Bodendurchlüftung fördern den Pilzbefall. Hier hilft es, im Frühjahr oder Herbst den Boden zu belüften, die Stickstoffversorgung zu verbessern, die befallenen Stellen eventuell auszustechen und dann gut zu wässern.

Tipps gegen Mangelerscheinungen

Weniger problematisch sind kahle oder braune Stellen im Rasen. Meist liegt dem ein Wasser- oder Nährstoffmangel zugrunde. Besonders bei langer Trockenheit im Sommer kann es passieren, dass der Rasen bei einer Wässerung in der prallen Sonne verbrennt. Während einer Hitzeperiode sollte man den Rasen daher nur in den Abendstunden sprengen. Völlig kahle Stellen können aufgelockert und anschließend neu eingesät werden. Wird der Rasen dann nach der Regeneration regelmäßig gemäht, steht einem satten Grün nichts mehr im Weg.