Schon in der Antike galt sie als „Königin der Blumen“ und wurde in Gärten kultiviert. Heute wird die stolze Rose ebenso gerühmt – und ist pflegeleichter denn je.

Wussten Sie schon, dass Rosen gar keine Dornen haben, sondern Stacheln? Und noch ein weiterer Irrglaube über die „Königin der Blumen“ hält sich hartnäckig: Unter Hobbygärtnern gilt die Rose als krankheitsanfällig und arbeits­intensiv – zu Unrecht. Denn für beinahe jede Gartensituation gibt es die richtige Sorte. Wer die kleinen Allüren der stacheligen Schönheiten beachtet, kann Rosen problemlos mit viel Erfolg im eigenen Garten ansiedeln.

Rosen brauchen ausreichend Sonne und Luft. Für Unterpflanzungen, z.B. unter Bäumen, sind sie nicht geeignet. Auch das Erdreich muss der Diva „schmecken“: Die meisten Rosen sind Tiefwurzler und bevorzugen lockeren, humusreichen Boden. Mit einem guten organischen Dünger lässt sich aber auch ein magerer Boden nach Rosengeschmack anreichern.

Unkompliziert

Zu den weniger anspruchsvollen Arten gehören die Strauch- und ­Bodendeckerrosen. Sie sind ideal für „Roseneinsteiger“ und all jene, die ihre Gartenstars nicht das ganze Jahr umsorgen möchten. In Gruppen gepflanzt, bilden sie schnell einen attraktiven Blickfang im Garten.

Klassisch schön

Fürs klassische Beet sind die halbhohen Edelrosen noch immer die populärste Wahl.

Sie entstammen modernen Züchtungen, sind winterhart und gut gegen Schädlinge gewappnet. Besonders empfehlenswerte, gesunde Sorten sind mit dem ADR-Prädikat der Allgemeinen Deutschen Rosenneuheitenprüfung ausgezeichnet. Aufgrund ihres geraden Wuchses wird die Edelrose auch gern für die Vase geschnitten.

Betörend

Wer Wert legt auf den betörenden, vielgerühmten Rosenduft, kann aber bei Edelrosen schon mal enttäuscht werden. Für herrlichen Duft sind nämlich eher die Historischen Rosen (älter als ca. 150 Jahre) bekannt. Sie bestechen außerdem noch mit stark gefüllten, pomponartigen Blüten. Allerdings sind die nostalgischen Sorten anfälliger, passen mit ihrem starken Wuchs nicht in kleine Gärten und blühen nur einmal im Jahr.

Romantisch

All diese Nachteile sind bei Englischen Rosen ausgeschaltet. Diese Züchtungen vereinen die Robustheit und das Öfterblühen moderner Sorten mit der Blütenform und Duftintensität alter Sorten – die ideale Wahl für den Romantik-Garten.

Aufsteiger

Für kleine Gärten bieten sich übrigens keineswegs nur kleinwüchsige Rosen an. Kletterrosen ranken in kurzer Zeit an Pergolen oder Rosenbögen empor und verleihen jedem Garten Höhe und Eleganz.

Farbwirkung

Auch die Farbwahl hat Einfluss auf die Wirkung eines Rosengartens: Weiße Blüten lassen Gärten großzügiger erscheinen. Warme Farben wie Rot, Gelb oder Orange springen sofort ins Auge und verkürzen einen langen, schlauchförmigen Garten optisch. Nur eine Farbvariante konnten Züchter übrigens trotz hartnäckiger Versuche bisher nicht hervorbringen: eine blaue Rose.