Schnecken-Alarm? Kein Grund zur Verzweiflung. Man kann den schleimigen Plagegeistern mit natürlichen Mitteln ganz einfach zu Leibe rücken.

Schon die alten Römer schätzten den Kopfsalat wegen seiner besänftigenden Wirkung –„Lactuca sativa var. capitata“, ein mit Opium verwandter Wirkstoff, fördert den Schlaf und beruhigt die Nerven. Genau die liegen allerdings bei vielen Gartenbesitzern blank, wenn sie mit ansehen müssen, wie Schnecken den mühsam aufgezogenen Kopfsalat bis auf kleine Stümpfe runterfressen.

Miese Gerüche und andere Methoden

Vor allem Nacktschnecken können vom köstlichen Grün gar nicht genug bekommen. Um dem nächtlichen Treiben ein Ende zu setzen, greifen viele Hobbygärtner zu verzweifelten Mitteln. Aber was hilft wirklich gegen die lästigen Kriecher? Der Klassiker, die „Bierfalle“, schon mal nicht. Die lockt mehr Schnecken an, als sie fernhält. Auch das Streuen von Eierschalen und Sägemehl bringt wenig.

Weitaus abschreckender wirkt Schneckenpaste zum Aufstreichen: Die Tiere können die darin enthaltenen (ungiftigen) Duftstoffe einfach nicht riechen und meiden den behandelten Bereich.

Und dann gibt es noch die Hightech-Variante: Schneckenzäune aus Zinkblech mit aufgefalztem Kupferblechstreifen. Kriechen die kleinen Plagegeister darüber, wirkt ihr Schleim wie ein Elektrolyt (Leiter), es schließt sich ein galvanischer Stromkreis und der Elektroschock vertreibt die Schädlinge. Besonders elegant lässt sich das Weichtier-Problem durch Anschaffung einer Indischen Laufente erledigen – die frisst am liebsten Schnecken. Nicht zu empfehlen sind chemische Keulen: Schneckenkorn und Co. gefährden auch andere Tiere, z.B. Hunde und Igel.

Und falls man Ihnen trotz aller Gegenmaßnahmen doch mal wieder die Köpfe vom Beet gefressen hat: Nicht aufregen, lieber einen beruhigenden Salat essen. Den bekommen Sie notfalls im Supermarkt.