Außenwände dämmen Der Wintermantel für Ihr Haus

Eine Dämmung der Außenwände leistet einen wichtigen Beitrag zur Senkung Ihrer Heizkosten – und macht Schluss mit feuchten Ecken und kalten Wänden. Lesen Sie hier, welches Verfahren infrage kommt.

Über die Außenwände kann eine Menge Wärme verloren gehen. Entsprechend viel Heizkosten sparen Sie mit einer Dämmung. Je nach Verfahren haben Sie die Investition in 10 bis 20 Jahren wieder drin. Und Heizkosten sparen Sie natürlich immer weiter.

Im Wesentlichen gibt es drei Dämmverfahren:

  • die Außendämmung
  • die Kerndämmung
  • die Innendämmung.

Welches Verfahren für Ihre vier Wände infrage kommt, hängt von den baulichen Gegebenheiten ab.

Außendämmung

Beim sogenannten Wärmedämmverbundsystem (WDVS) liegt die Dämmschicht auf der Gebäudehülle. Üblich sind Materialien wie Polyurethan- oder Polystyrol-Hartschaum, Mineralwolle, Kork, Holzfaser oder Schilf. Der Dämmstoff wird meist als Platte angeliefert und mit Dübeln und Kleber befestigt. Darüber kommt Putz. Informationen zu den Kosten finden Sie unten in diesem Text.

Kerndämmung

Hat Ihr Haus ein zweischaliges Mauerwerk zum Beispiel mit Klinker, bietet sich eine Kerndämmung an. Dabei wird der gesamte Hohlraum zwischen den beiden Schalen mit Dämmstoff gefüllt. Der ist in der Regel ein loses Granulat. Wenn Sie eine Kerndämmung planen, sollten Sie vorab einen Architekten oder Bauingenieur fragen und dann am besten eine Spezialfirma beauftragen. Informationen zu den Kosten finden Sie unten in diesem Text.

Innendämmung

Steht Ihr Haus unter Denkmalschutz oder scheidet eine Außendämmung aus anderen Gründen aus, können Sie die Wände auch von innen dämmen. Das spart allerdings weniger Energie und kostet Wohnfläche. Zudem drohen bei mangelhafter Ausführung Wärmebrücken, die den Dämmeffekt mindern. Als Dämmstoff kommen unter anderem Styropor, Polyurethan, Calciumsilikat, Glas- und Steinwolle oder Holzweichfaserplatten zum Einsatz. Informationen zu den Kosten finden Sie unten in diesem Text.

Kurz erklärt

  • Die Wärmeleitfähigkeit

    Der sogenannte U-Wert besagt, wie viel Wärme ein fester Körper wie etwa eine Wand durchlässt. Je niedriger der Wert ist, desto weniger Wärme entweicht – desto besser ist also die Dämmung.

     

     

  • Kontrollierte Wohnraumlüftung

    Eine kontrollierte Wohnraumlüftung führt automatisch schlechte Luft ab und zugleich frische Luft zu. Gerade für hochgedämmte, luftdichte Altbauten ist das wichtig, um Feuchtigkeit und eventuelle Schadstoffe aus dem Haus zu leiten. Neben zentralen Lösungen gibt es auch Anlagen für einzelne Räume – perfekt für einen nachträglichen Einbau.

  • Lüftungsanlagen mit Wärme-Rückgewinnung

    Bei Lüftungsanlagen mit Wärme-Rückgewinnung fließen die warme Raumluft und die kalte Außenluft aneinander vorbei, ohne sich zu berühren. Dabei gibt die Abluft ihre Wärme an die Zuluft ab – und zwar zu rund 90 Prozent. Nur maximal 10 Prozent werden elektrisch nachgeheizt. Das funktioniert allerdings nur, wenn das Haus richtig gedämmt ist.

Der Staat gibt Ihnen Geld dazu

Verschiedene Förderprogramme der staatlichen KfW Bankengruppe unterstützen Sie bei der Dämmung Ihrer Außenwände. Folgende Förderungen kommen infrage:

Tipp: Seit dem 01.04.2016 lassen sich Anträge für das Heizungs- und Lüftungspaket für das KfW-Programm 430 stellen. Alle Details dazu lesen Sie unter „Jetzt Extra-Geld vom Staat kassieren“.  Und hier finden Sie weitere Informationen zu den Förderprogrammen der KfW für Modernisierer.

Das kosten die verschiedenen Dämmmethoden

Außendämmung

Eine Dämmung mit Polystyrolplatten (Dicke: 15 Zentimeter) kostet ca. 120 Euro pro Quadratmeter inklusive Arbeit und Gerüst. Bei einer 110 Quadratmeter großen Fassade (Einfamilienhaus mit einer Wohnfläche von 120 Quadratmetern) kommen ca. 13.200 Euro zusammen. 

Kerndämmung

Sie ist mit Preisen zwischen 15 und 30 Euro pro Quadratmeter besonders günstig. Die genauen Kosten hängen vom Dämmstoff, der Hohlraumdicke und den Wandmaßen ab. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 120 Quadratmeter Wohnfläche betragen die Materialkosten ca. 1.800 bis 3.600 Euro.

Innendämmung

In der Regel fallen zwischen 60 und 100 Euro pro Quadratmeter an (Quelle: Hessisches Umweltministerium). Bei einer Dämmschicht von acht Zentimetern und einer Wärmeleitfähigkeit mit einem sog. U-Wert von 0,035 W/(mK) sollten Sie für ein Einfamilienhaus mit 120 Quadratmeter Wohnfläche mit ca. 5.900 Euro rechnen (Quelle: Hessisches Umweltministerium).