Energetisch sanieren Diese Maßnahmen rechnen sich

Geld sparen durch energetische Sanierungen
Diese Rechnung geht auf: Mit energetischen Sanierungen lassen sich Kosten sparen und staatliche Fördergelder nutzen. Foto: iStockphoto/ AlexRaths

Weniger Heizkosten, mehr Wohnkomfort und das Haus behält seinen Wert: Eine energetische Sanierung hat sich oft schon nach einigen Jahren amortisiert.

Bei einer aktuellen BHW Umfrage unter Wohneigentümern sagten 55 Prozent von ihnen, die Investition in eine moderne Heizungsanlage oder Wärmedämmmaßnahmen sei auf jeden Fall sinnvoll. Was welche Maßnahme kostet und was Sie damit jeweils einsparen können, lesen Sie hier.

Heizung modernisieren

Ob Wärmepumpe, Solarthermie, Holzheizungen oder Blockheizkraftwerke – alternative Systeme überzeugen durch geringen Verbrauch und die Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Doch auch bei den Klassikern Öl und Gas lohnt sich der Austausch und kann bis zu 15 Prozent an Heizkosten einsparen. Die Kosten für die Heizungsmodernisierung liegen bei 6.000 bis 9.000 Euro, amortisiert haben sie sich nach etwa 7 bis 10 Jahren.

Solarwärme nutzen

Die Solarkollektoren auf dem Dach wandeln Sonnenenergie in Wärme um. Diese wird gespeichert und steht zur Warmwasserbereitung bereit. Das entlastet die Zentralheizung und senkt die Heizkosten um bis zu 20 Prozent. Eine Solarthermie-Anlage kostet etwa 4.500 bis 8.000 Euro und amortisiert sich in der Regel in 10 bis 15 Jahren.

Dach dämmen

Über ein schlecht oder gar nicht gedämmtes Dach geht eine Menge Energie verloren. Durch eine fachgerechte Dämmung lassen sich die Heizkosten um bis zu 20 Prozent verringern. Je nach Verfahren und Dämmmaterial liegen die Investitionskosten bei 5.000 bis 20.000 Euro, die Amortisationszeit liegt bei 8 bis 18 Jahren.

Fassade dämmen

Die Dämmung der Fassade reduziert die Heizkosten um bis zu 22 Prozent. Je nach gewähltem Verfahren und zu dämmender Fläche kostet sie zwischen 6.000 und 15.000 Euro. Die Amortisationszeit beträgt in der Regel 8 bis 14 Jahre.

Keller dämmen

Das Minimum ist die Dämmung der Decke: Darüber lassen sich jährlich 5 bis 10 Prozent der Heizkosten einsparen. Die Amortisationszeit beträgt in der Regel 6 bis 13 Jahre. Für die Kosten sollten 35 bis 50 Euro pro Quadratmeter eingeplant werden.

Fenster erneuern

Durch neue Fenster lassen sich die Heizkosten um bis zu 20 Prozent mindern. Sind bisher nur einfach verglaste Fenster verbaut, lohnt der Tausch gegen zweifach verglaste Modelle. Dreifach verglaste Fenster sind nur dann sinnvoll, wenn die Fassade gedämmt oder dies geplant ist. Der Preis für neue Fenster liegt bei 500 bis 1.000 Euro pro Stück, die Amortisationszeit bei 8 bis 15 Jahren.

Günstig finanzieren

  • Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle: Vor jeder Modernisierung steht die energetische Bestandsaufnahme: Wo verliert das Haus zu viel Wärme? An welchen Stellen lässt sich Energie einsparen? Welche Arbeiten sind dazu notwendig? Ausgewiesene Experten für solch eine Analyse sind die Energieberater. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gewährt Zuschüsse für die Energieberatung.
  • KfW Bankengruppe: Steht der Modernisierungsfahrplan, geht‘s an die Finanzierung. Für die meisten Maßnahmen gibt es attraktive Förderprogramme, etwa zinsgünstige Darlehen im Programm „Energieeffizient Sanieren“ der staatlichen KfW Bankengruppe. Wichtig zu wissen: Die Förderanträge müssen bei der KfW in der Regel vor Beginn der Baumaßnahmen gestellt werden. Die Darlehen erhalten Sie zum Beispiel über die BHW Bausparkasse.
  • BHW Bausparkasse: Für eine Finanzierung ab 50.000 Euro bestens geeignet ist BHW WohnBausparen Plus – mit Top-Sollzins, schneller Zuteilung ohne Mindest-Sparguthaben und wählbaren monatlichen Tilgungsraten.

Sie wollen gleich prüfen, was die Erneuerung von Heizung, Fenstern oder Dämmung bei Ihnen zu Hause kosten würde? Nutzen Sie dafür einfach unseren Modernisierungsrechner!