Energie gewinnen Gut installiert – bestens versorgt

Nutzen Sie die Kraft der Sonne: Warmwasserbereitung und Heizung verbrauchen rund 90 Prozent der Energie im Haushalt – Solarthermie senkt die Kosten. Und mit Photovoltaik haben Sie Ihr eigenes kleines Kraftwerk auf dem Dach.

Strom aus Sonnenenergie: Photovoltaik

Installation: Egal ob Sie den Strom ins öffentliche Netz einspeisen oder direkt vor Ort verbrauchen möchten – vorab sollten Sie prüfen, ob Ihr Haus für die Installation einer Photovoltaik-Anlage geeignet ist. Die Solarmodule auf dem Dach fangen das Sonnenlicht ein. Der Wechselrichter wandelt den erzeugten Strom in nutzbaren Strom um. Er wird meistens an einer Kellerwand montiert. Hinzu kommt gegebenenfalls ein Batteriespeicher. Er kommt ebenfalls in den Keller.

Ausrichtung: Die Anlage sollte nach Süden ausgerichtet sein, muss aber nicht notwendigerweise exakt in Südrichtung weisen. Eine Abweichung bis zu 30 Grad führt nur zu geringen Einbußen. Die Kollektoren können zwischen 20 und 60 Grad geneigt sein. Kleinere Winkel erhöhen die Energieausbeute im Sommer, bei einer stärkeren Neigung ist die Ausbeute im Winter höher.

Standort: Die Sonneneinstrahlung in Deutschland reicht überall, um eine Photovoltaik-Anlage rentabel betreiben zu können. Im Süden ist sie natürlich höher als im Norden oder Westen. In Ballungsgebieten mindern gelegentlich Smog oder Kondensstreifen durch viel Flugverkehr den Ertrag. Auch die Höhenlage einer Anlage spielt eine gewisse Rolle: Die Umgebungstemperatur ist in den Bergen geringer und die Anlage dadurch effizienter.

Kosten: Eine durchschnittliche Photovoltaik-Anlage für Einfamilienhäuser kostet 7.000 bis 10.000 Euro – je nach Größe und genutzter Fläche. Angesichts sinkender Einspeisevergütungen wächst die Bedeutung des Eigenverbrauchs, damit diese Investition sich mittelfristig lohnt. Hausbesitzer sollten daher den Eigenverbrauch ausreizen – also etwa die Waschmaschine dann anschalten, wenn die Sonne scheint. Ohne Speicher ist allerdings nur eine Eigenverbrauchsquote von bis zu 30 Prozent drin. Mit Batterie lässt sich der selbst erzeugte Strom jederzeit nutzen. Die Amortisation der Kosten für Anlage und Speicher hängt davon ab, ob man den Strom komplett einspeist oder einen Teil selbst verbraucht. Acht bis zehn Jahre sind realistisch. Und: Solarstromanlagen halten in der Regel 30 Jahre.

Förderung: Dank der Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) erhält der Betreiber einer Photovoltaik-Anlage eine sichere Einnahmequelle, die auf 20 Jahre garantiert ist. Das ist immerhin eine planbare Größe, auch wenn die Vergütungssätze mittlerweile gesunken sind. Neben der Einspeisevergütung gibt es für Solarstrom über die Programme 274 und 275 günstige Kredite bei der KfW Bankengruppe. Sie lassen sich für Anlage und Speicher nutzen.

Wärme aus Sonnenenergie: Solarthermie

Installation: Bei diesem Verfahren absorbieren Kollektoren auf dem Dach das Sonnenlicht und verwandeln es in Wärme. Über einen Speicher steht sie zur Warmwasserbereitung bereit oder entlastet zusätzlich die Zentralheizung. Abgesehen vom Stromverbrauch für eine spezielle Solarpumpe arbeitet die thermische Solaranlage ohne zusätzlichen Verbrauch fossiler Brennstoffe.

Ausrichtung und Standort: Siehe Photovoltaik

Kosten: Eine Anlage zur Warmwasserbereitung kostet im Durchschnitt etwas weniger als eine Photovoltaik-Anlage – schon weil sie meist etwas kleiner ist. Aber auch hier variieren die Preise sehr. Naturgemäß erzeugen die Kollektoren dann am meisten Wärme, wenn sie am wenigsten benötigt wird – im Sommer. Sie sollten deshalb abwägen: Ist der Wärmebedarf Ihres Hauses sehr hoch und auf dem Dach kaum Platz für Kollektoren, macht die Anlage möglicherweise nur wenig Sinn. Ist das Haus allerdings so gut gedämmt, dass es kaum Wärme verliert, kann sich eine Anlage durchaus lohnen. Ein Rechenbeispiel: Bei angenommenen Investitionskosten von rund 5.500 Euro beträgt die Amortisationszeit etwa 18 Jahre. Die Ersparnis pro Jahr liegt bei rund 250 Euro. Zugrunde gelegt wurde ein durchschnittliches Einfamilienhaus (Baujahr ca. 1980) mit moderner Heizungsanlage und durchschnittlichen Kollektoren. Die Berechnung basiert auf den derzeitigen Energiepreisen und einer erwarteten Energiepreissteigerung von 5 Prozent jährlich.

Förderung: Die Wärmegewinnung aus Sonnenenergie wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle bezuschusst. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des BAFA.

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