Strengere Regelung EnEV: Besserer Wärmeschutz gefordert

EnEV
Schlafende Hunde soll man ja eigentlich nicht wecken. Über die seit 2016 geltenden Anforderungen zur Energieeinsparverordnung sollten Bauherren aber unbedingt informiert sein. Foto: iStockphoto/igorr1

Seit Jahresbeginn 2016 gelten für neue Eigenheime strengere Energieeffizienzregeln. Aber auch Eigentümer von Bestandsimmobilien müssen unter Umständen nachrüsten.

Am 1. Januar 2016 trat die zweite Stufe der seit dem Jahr 2014 geltenden Energieeinsparverordnung (EnEV) in Kraft. Im Vergleich dazu wurden die Vorschriften teilweise deutlich verschärft, um den Gebäudebestand bis zum Jahr 2050 annähernd klimaneutral zu halten. Der Energieverbrauch von Wohnimmobilien soll bis dahin deutlich gesenkt und zu einem möglichst großen Teil aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden.

Wichtig für Bauherren

Betroffen von der erweiterten EnEV sind Bauherren, die ihren Bauantrag am 1. Januar 2016 oder später abgeben. Sie müssen die Regelungen in jedem Fall umsetzen. Dies gilt auch für Eigentümer bestehender Mehrfamilienhäuser. Von der Verordnung ausgenommen sind Ein- und Zweifamilienhäuser, wenn der Eigentümer seit Anfang 2002 selbst in dem Gebäude wohnt. Wurde das Gebäude in der Zwischenzeit verkauft, ist der neue Eigentümer aber verpflichtet, die Anforderungen der EnEV 2016 innerhalb von zwei Jahren umzusetzen.

Und: Werden an einer Bestandsimmobilie umfassende Modernisierungen durchgeführt, können diese mit Einschränkungen ebenfalls den neuen Bestimmungen unterliegen.

Neue EnEV schon in Planung

Wer neu baut oder wegen der EnEV sowieso modernisieren muss, sollte allerdings über die seit 1. Januar 2016 geltenden Vorschriften hinausgehen. Sonst wird er von den bautechnischen Fortschritten schnell überholt: Vermutlich Ende 2016 soll es eine neue EnEV geben. Außerdem machen sich Investitionen in Energieeffizienz bezahlt, sobald die Energiepreise wieder anziehen. 

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