Heizung modernisieren Die beste Investition zum Sparen

Brennwertkessel in der Küche
Brennwertkessel sehen so gut aus, dass sie nicht mehr in den Keller verbannt werden müssen. Foto: Junkers

Moderne Heiztechnik benötigt bis zu 30 Prozent weniger Energie als alte Systeme. Eine Erneuerung kann sich schon nach wenigen Jahren rechnen. Welche Technik für Sie am besten geeignet ist, lesen Sie hier.

Seit Jahresbeginn 2016 dürfen keine Öl- oder Standardheizkessel üblicher Größe mehr betrieben werden, die älter als 30 Jahre sind. Sie müssen gegen moderne Anlagen ausgetauscht werden – so die Energieeinsparverordnung (EnEV) 2014.

Ausgenommen sind davon nur Brennwert- und Niedertemperaturkessel sowie Ein- und Zweifamilienhäuser, deren Eigentümer bereits seit mindestens Anfang 2002 dort wohnen. Wurde die Immobilie in der Zwischenzeit verkauft, muss der neue Eigentümer die Heizung innerhalb von zwei Jahren austauschen. Beim Verstoß gegen die Regeln drohen hohe Bußgelder.

Wann sich eine neue Heizung lohnt

Vor der Modernisierung sollten Sie sich unbedingt von einem Fachhandwerker beraten lassen, der die Heizungsanlage auf Herz und Nieren prüft. Dann wissen Sie ganz genau, wo konkreter Handlungsbedarf besteht. Unter Umständen reicht es auch, einzelne Komponenten zu ersetzen oder das Gesamtsystem zu optimieren. Auch das kann schon zu Energieeinsparungen führen.

Schick & effizient: Die 10 schönsten Design-Heizkörper

Als Faustregel gilt: Bei Anlagen, die mehr als 20 Jahre alt sind, lohnt sich meist ein Austausch. Einen deutlichen Fingerzeig geben die Heizkostenabrechnungen der vergangenen Jahre, an denen sich der individuelle Energieverbrauch präzise ablesen lässt. Mithilfe des Heizspiegels, für den jedes Jahr bundesweit eine Vielzahl an Daten über das Heizverhalten und die Kosten gesammelt werden, lassen sich die eigenen Heizwerte schnell mit anderen vergleichen.

Welche Technik sich anbietet

Unser Heizungsvergleich beleuchtet die wesentlichen Vor- und Nachteile jedes Systems.

Wie Sie die KfW unterstützt

Das Heizungspaket der staatlichen Förderbank KfW fördert den Einbau energieeffizienter Heizungen sowie die Optimierung des gesamten Heizsystems (Heizung und Wärmeverteilung). Die Alternativen: das Kreditprogramm 151/152 mit einem besonders zinsgünstigen Darlehen und einem Tilgungszuschuss oder das Programm 430 mit einem Investitionszuschuss.

Wer seine Heizung im Zuge der Modernisierung auf erneuerbare Energien umstellt, kann über das KfW-Programm 167 einen zinsgünstigen Ergänzungskredit bekommen. Damit werden zum Beispiel kleinere Solarthermieanlagen gefördert, außerdem Biomasseanlagen, Wärmepumpen und Kombinationen aus erneuerbaren Energien und fossilen Energieträgern.

Wie Sie das BAFA unterstützt

Beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gibt es Zuschüsse in unterschiedlicher Höhe für den Einbau einer Solarthermieanlage, einer Biomasseanlage oder einer Wärmepumpe. Im Rahmen des Programms „Vor-Ort-Beratung“ bezuschusst das BAFA auch die Beratung von Eigentümern durch Energieberater.

Blockheizkraftwerke, in denen Strom und Wärme erzeugt werden, sind auf zweierlei Weise förderungsfähig. Für Anlagen mit einer elektrischen Leistung bis 20 Kilowatt gibt es einmalige Investitionszuschüsse, die nach der elektrischen Leistung der Anlagen gestaffelt sind. Und für besonders effiziente Anlagen gibt es eine zusätzliche Bonusförderung.

Dazu wird auch der durch Blockheizkraftwerke erzeugte Strom staatlich gefördert. Das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz sieht eine Vergütung über einen Zeitraum von zehn Jahren zu bestimmten Sätzen vor. Bei sehr kleinen Blockheizkraftwerken und Anlagen mit einer elektrischen Leistung bis zwei Kilowatt kann der Zuschlag auch einmalig ausgezahlt werden.