Unkompliziert umbauen Per Trockenbau das Haus umgestalten

Trockenbau
Trockenbau ist die bevorzugte Methode beim Umbau des Wohnraums. Foto: Velux123RF (dmitrimaruta, Jo Ann Snover)

Einfach, sicher und sauber – Trockenbau-Systeme sind oft die bequemste Lösung, um die eigenen vier Wände zu renovieren oder umzugestalten, den Dachboden auszubauen oder das Bad zu modernisieren.

Was bedeutet Trockenbau?

Trockenbau beschreibt die Montage vorgefertigter Elemente wie Gipsplatten. Seit den 1950er Jahren hat sich diese Bauweise für den Um- und Ausbau etabliert und eignet sich sowohl für Neubauten als auch für Bestandsbauten. Der große Vorteil der Leichtbauweise: Im Allgemeinen kommen Sie schneller und günstiger ans Ziel als mit Massivbauweise. Optisch macht es keinen nennenswerten Unterschied.

Spielraum für individuelle Gestaltung

Mit Trockenbauwänden haben Sie vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. So können Sie etwa beliebig Grundrisse anpassen und nach Ihren Vorstellungen verändern. Gut zu wissen: Sämtliche Leitungen verschwinden in den freien Wandhohlräumen und sind jederzeit nach-installierbar. Der Trockenbau eignet sich besonders für Dachgeschossausbauten, Altbausanierungen und Umbauten. Auch Bäder können Sie damit problemlos modernisieren.

Bauliche Anforderungen erfüllt

Vor allem bei der Innenraumgestaltung können Sie dieses Verfahren vielseitig anwenden und auch Planänderungen schnell umsetzen. Trotz der relativ einfachen Konstruktionsweise werden die üblichen bauphysikalischen Anforderungen wie zum Beispiel Wärmedämmung, Feuchtigkeits-, Schall- oder Brandschutz erfüllt.

Montage von Trockenbauplatten

Die Trockenbauplatten werden durch Schraub-, Klemm- oder Steckmontage miteinander verbunden. Dazu benötigen Sie keine wasserhaltigen Baustoffe wie Beton oder Putz. Das spart erheblich Zeit bei der Innenraumgestaltung und somit beim gesamten Bauvorhaben. Lediglich zum Schließen der Fugen werden Mörtel oder Gips verwendet. Danach kann die Oberfläche verputzt, gefliest, bemalt oder tapeziert werden. In der Regel sollten Sie für Trockenbauarbeiten einen Handwerker hinzuziehen. Für den Trockenbau existiert seit 1974 sogar ein spezieller Ausbildungsberuf: Der “Trockenbaumonteur”. Nur geübte Heimwerker können diese Arbeiten in Eigenregie übernehmen.

Trockenbau-Stoffe im Überblick

Mittlerweile lassen sich Trockenbau-Platten längst nicht mehr nur aus Gips herstellen; es gibt umweltfreundliche Alternativen:

Trockenbau-Stoffe

  • Blähglas

    Die Basis für Leichtbauplatten aus Blähglas bildet Altglas-Granulat. Durch den Blähprozess entstehen kleine Hohlkügelchen, die die Platten leicht, schalldämmend und gut formbar machen. Die Platten sind vielfältig einsetzbar: von der Verkleidung von Sanitäranlagen bis zur Trennwand im Kinderzimmer.

  • Holzweichfaserplatten

    Holzweichfaserplatten mit Lehmputz werden überwiegend aus Spanen und Hackschnitzeln heimischer Nadelhölzer hergestellt, die in Sägewerken anfallen. Diese werden mit einem dünnen Lehmputz überzogen. Die Platten haben eine hohe Festigkeit und entsprechen den Schallschutzwerten für Wohnbereiche. Die Materialien sind besonders hautfreundlich. Anders als bei der Verarbeitung mit Gips und Zement trocknet die Haut nicht aus.

  • Lehmbauplatten

    Lehbauplatten werden aus Lehm oder Ton hergestellt. Die Platten, deren Optik als warm empfunden wird, wirken feuchtigkeitsregulierend, absorbieren Geruch und schirmen Strahlung ab. Übrigens eignet sich kein anderer Baustoff so gut für die Kombination mit einer Wandheizung, weshalb mittlerweile einige Hersteller Lehmbauplatten mit integrierten Wandheizungsrohren anbieten. Das hat jedoch seinen Preis: Lehmbauplatten sind etwa doppelt so teuer wie Produkte aus Gipsfaser.