Ein Zuhause ohne Schwellen macht das Leben für alle Generationen leichter. Für den Umbau gibt es finanzielle Unterstützung vom Staat.

Wer gerade die Modernisierung seines Badezimmers plant oder über den Einbau von energiesparenden Türen und Fenstern nachdenkt, sollte dabei am besten auch gleich den Abbau von Barrieren einplanen. Denn barrierereduziertes Wohnen ist keine Frage des Alters, sondern ein Mehrwert in jeder Lebensphase.

Sorgenfreiheit für alle Generationen

Auch junge Familien, die mit Karre oder Kinderwagen unterwegs sind, leiden unter zu vielen Stufen und zu schmalen Türen. Und wenn die Kleinen mit dem Laufen beginnen, erhöhen Schwellen und Kanten die Unfallgefahr. Später gewährleistet dann ein weitgehend barrierefreies Zuhause den Erhalt der gewohnten Lebensqualität bis ins hohe Alter. Statistisch gesehen werden 71 Prozent der heute 16- bis 39-Jährigen ein Alter von 90 oder mehr Jahren erreichen. Körperliche Einschränkungen sind in einem solch hohen Lebensalter eher Regel als Ausnahme.

Barrierefreiheit im Bad

Ein guter Startpunkt für die schrittweise Reduzierung von Barrieren ist das Badezimmer. Hier lassen sich aufgrund eines großen Angebots auch hohe Ansprüche an Design und Komfort perfekt miteinander kombinieren. Eine bodengleiche Dusche etwa bietet einen bequemen Einstieg und sieht dabei topmodern aus. Haltegriffe, Duschsitze oder höhenverstellbare Waschtische und WCs sorgen ebenfalls für generationenübergreifenden Komfort.

Ein Pluspunkt für alle ist zudem ausreichende Bewegungsfreiheit. Die lässt sich oft schon erreichen, indem sich die Tür vor einem kleinen Bad oder WC nach außen öffnet. Die Steuerung der Beleuchtung über einen Bewegungsmelder kann dabei helfen, nächtliche Badbesuche sicherer zu machen.

Mehr Komfort beim Kochen

Auch in der Küche können sich Jung und Alt komfortabel und barrierearm einrichten. Arbeitsplatten und Kochherde gibt es in höhenverstellbarer oder mit dem Rollstuhl unterfahrbarer Ausführung. Oberschränke, die per Knopfdruck nach unten gefahren werden können, helfen nicht nur Rollstuhlfahrern, sondern auch kleineren Menschen, alles sicher zu erreichen.

Umbauten fördern lassen

Die größte Hürde für einen barrierearmen Umbau sind für viele die damit verbundenen Kosten. Die staatliche KfW-Bankengruppe unterstützt deshalb eine Reihe von Vorhaben zur Barrierereduzierung mit zinsgünstigen Krediten oder direkten Zuschüssen bis 5.000 Euro pro Wohneinheit. Zu den förderfähigen Maßnahmen zählen nicht nur jene, die Barrieren direkt reduzieren, sondern auch solche, die für mehr Sicherheit sorgen. Dazu gehören etwa einbruchhemmende Haustüren, elektronische Assistenzsysteme für die Türkommunikation und die Heizungssteuerung, automatische Tür- und Torantriebe sowie Hilfen zur Überwindung von Treppen.

Mehr Informationen zu den Zuschüssen und Förderungen finden Sie unter www.kfw.de