Machen Sie sich selbstständig! Mit einem Mini-Blockheizkraftwerk produzieren Sie Ihre eigene Energie – wirtschaftlich und umweltfreundlich.

Sie möchten sich einfach selbst mit Strom und Wärme für die eigenen vier Wände versorgen, unabhängig vom lokalen Energieanbieter? Kein Problem! Mit dem Einbau eines sogenannten Mini-Blockheizkraftwerks, kurz: Mini-BHKW, lässt sich dieser Wunsch nämlich wirtschaftlich und umweltfreund­lich in die Tat umsetzen.

Kleines Kraftwerk mit großer Wirkung

Die kompakten Anlagen passen in jeden Keller. Sie arbeiten nach dem bereits 70 Jahre alten Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK): Ein Verbrennungsmotor treibt einen Generator zur Stromerzeugung an. Bei diesem Prozess entsteht Wärme, die über Wärmetauscher ausgekoppelt und für Heizung und Warmwasser genutzt wird (siehe Grafik oben). Da Strom und Wärme genau dort entstehen, wo sie auch verbraucht werden, treten nur minimale Übertragungsverluste auf.

Damit kann sich die Energiebilanz von Mini-BHKW wirklich sehen lassen. Rund 65 Prozent des eingesetzten Brennstoffs werden in Wärme umgewandelt, 25 Prozent entfallen auf die Stromerzeugung, und nur 10 Prozent gehen als Abwärme verloren. Das heißt, insgesamt können effiziente Wirkungsgrade von 90 Prozent und mehr erzielt werden. Zusätzlich wird die Umwelt entlastet, da der CO2-Ausstoß um bis zu 60 Prozent und der Primärenergieverbrauch um rund 33 Prozent reduziert werden.

Auf Sparkurs

Auch für das eigene Portemonnaie arbeitet das Mini-Kraftwerk im Keller fleißig mit: Jede selbst erzeugte Kilowattstunde Strom wird

nach dem sogenannten KWK-Gesetz mit 5,11 Cent vergütet. Der überschüssig produzierte Strom, der ins öffentliche Netz fließt, wird zusätzlich mit einer Einspeisevergütung honoriert. So lassen sich schon ab einer Betriebsdauer von 2.500 Stunden im Jahr erhebliche Energiekosten einsparen (siehe Tabelle).

<strong>Das sind die Kosten.</strong> Tabelle: HMC
Das sind die Kosten. Tabelle: HMC

Richtig auf Energiespartouren kommt das Mini-BHKW aber erst ab einer Jahreslaufzeit von 4.000 oder mehr Stunden. Dann können auch die im Vergleich zu einer Standardheizungsanlage hohen Anschaffungskosten von rund 16.000 Euro schnell wieder reingeholt werden.

Unkompliziert und leise

Platz dürfte kein Problem sein: Moderne Geräte sind kaum größer als herkömmliche Heizungsanlagen. Dank guter Dämmung brauchen sich künftige Mini-Kraftwerksbetreiber nicht mal Gedanken über etwaige Motorgeräusche zu machen. Auch sonst bleiben kaum Wünsche offen: Die Anlagen werden anschlussfertig geliefert, lassen sich einfach nachrüsten und mühelos ins bestehende Heizungssystem integrieren.