Auf der Suche nach einem neuen Heizkörper hat man die Wahl zwischen unterschiedlichen Techniken und Modellen. Ein Überblick über die gängigsten Varianten.

Konvektionswärme entsteht durch eine Umwälzung der Raumluft: Sie erwärmt sich, steigt auf, kühlt sich ab, sinkt nieder und erwärmt sich wieder. So wird es zwar schnell warm im Raum, doch mitunter zieht es auch unangenehm, und unter Umständen wirbelt Staub auf. Strahlungswärme wird deshalb  oft als angenehmer empfunden. Der Heizkörper gibt sie direkt an die Umgebung ab, ganz  ähnlich wie ein Kachelofen.

Wenn es die Raumsituation zulässt, sollten Sie daher besser einen großflächigen Plattenheizkörper oder Ähnliches wählen als einen kleinen, gleich starken Konvektor. Vor bodentiefen Fenstern kann aber auch ein niedriger Konvektor sinnvoll sein.

Damit man die teure Energie nicht buchstäblich zum Fenster herauswirft, gibt es sogenannte Strahlungsschirme. Auf der Fensterseite angebracht, verwandeln sie die zur Scheibe gerichtete Strahlungswärme in Konvektionswärme und verhindern so unnötige Energieverluste.

Gerade bei modernen Heizanlagen, die mit niedrigen Vorlauftemperaturen arbeiten, empfehlen  sich großflächige Heizkörper. Das Weniger an Temperatur sollte nämlich durch ein Mehr an Fläche ausgeglichen werden.

Wärmendes Raumdesign

Heizkörper können zudem ein wesentliches Gestaltungselement in einem Raum sein. Es

gibt sie in unterschiedlichen Formen:

  • Ein Radiator in Gliederbauweise aus Gusseisen, Aluminium-Speziallegierung oder Stahl ist in verschiedenen Bauhöhen und -tiefen und beliebiger Länge lieferbar. Er verfügt über ein gutes Verhältnis von Konvektion und Strahlung.
  • Bei einem Konvektor aus Stahl- oder Kupferrippenrohren erfolgt die Wärmeabgabe – daher der Name – hauptsächlich durch Konvektion, nicht durch Strahlung. Vorteile sind die geringen Abmessungen und die schnelle Aufheizzeit.
  • Flachheizkörper gibt es mit glatter oder profilierter Oberfläche aus Stahlblech und Aluminium. Sie bestehen aus einer Platte oder auch mehreren hintereinander angeordneten Platten, durch die das Heizwasser strömt. Metalllamellen können die Wärmeleistung zusätzlich erhöhen. Flachheizkörper passen sich überall an und benötigen keine Heizkörpernische.
  • Fußleistenheizkörper sind niedrige Rippenrohre, durch die das Heizwasser fließt. Ideal für Altbauten, da keine Schlitze und Nischen nötig sind.

Badheizkörper sind Röhren in Sprossenwand- oder Leiterform. Sie eigenen sich prima zum Aufhängen und Anwärmen von Handtüchern oder Wäsche.