Beim Kauf eines alten Hauses fallen automatisch Kosten für Umbaumaßnahmen und Sanierungen an. Vergleicht man diese, lohnt sich vielleicht sogar ein Neubau – und bietet viel mehr Möglichkeiten.

Wer sich den Traum vom Eigenheim durch den Kauf einer Bestandsimmobilie erfüllt, merkt meist schnell, dass dabei sowohl planerisch als auch finanziell einiges auf einen zukommt. Denn ohne bauliche Veränderungen entspricht ein Haus aus den 50er, 60er oder 70er Jahren häufig nicht den eigenen Vorstellungen: ein zweites Kinderzimmer, eine neue Heizung, neue Fenster, eine bessere Dämmung …

Die Wunschliste wird schnell immer länger. Im Lauf der Planungen wird dann oft klar: Ein Umbau bedeutet Kompromisse, energetisch wie planerisch. Vieles, was stört – etwa niedrige Decken, tragende Wände, die nicht entfernt werden können oder eine unvorteilhafte Ausrichtung der Wohnräume –, lässt sich nicht ändern. Doch wer sein Traumgrundstück endlich gefunden hat, möchte beim Wohnkomfort meist keine Abstriche machen. Im Laufe der

Planung stellt sich dann nicht selten die Frage: Warum nicht gleich alles abreißen und komplett neu bauen?

Neubau ohne Kompromisse

In Deutschland sind laut einer Studie der „Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen“ rund 1,8 Millionen Wohnhäuser nicht mehr wirtschaftlich zu sanieren. Maßnahmen wie die energetische Modernisierung und die Sanierung von Küchen und Bädern verursachen Kosten, die schon mal in den Bereich der finanziellen Aufwendungen für einen Neubau kommen können. Wer da lieber gleich neu baut, muss beim Planen keine Kompromisse machen – und profitiert dennoch von den Vorteilen, die der Kauf eines Bestandshauses mit sich bringt, vom bereits angelegten Garten bis zur komfortablen Infrastruktur einer gewachsenen Wohngegend. Abriss statt Neubau – eine auf den ersten Blick radikale Entscheidung, die sich aber durchaus lohnen kann.