Trotz sinkender Einspeisevergütungen kann sich eine eigene Photovoltaik-Anlage rechnen – wenn man den Strom selber verbraucht.

Es ist noch gar nicht so lange her, dass der Staat all jenen kräftige Zuschüsse gewährte, die selbst produzierten Solarstrom in das öffentliche Stromnetz einspeisten: 2005 belief sich die im Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) festgeschriebene Einspeisevergütung je nach Anlagengröße auf bis zu 54,53 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Davon profitierten auch Privathaushalte mit einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach.

<strong> Bei der Aufdachmontage werden die einzelnen Solarmodule von Montageschienen getragen, die auf den Dachziegeln befestigt sind. </strong> Foto: Depositphotos/zstockphotos
Bei der Aufdachmontage werden die einzelnen Solarmodule von Montageschienen getragen, die auf den Dachziegeln befestigt sind. Foto: Depositphotos/zstockphotos

Einspeisevergütung: Das gibt’s aktuell

Seither ist die garantierte Vergütung rapide gefallen – und sie sinkt weiter. Aktuell vergüten die Netzbetreiber für Solarstrom aus neu installierten Dachanlagen mit einer Leistung bis 10 Kilowatt Peak (kWp) nur noch 12,31 Cent / kWh (Stand: 1. Oktober 2015). Damit liegt der Vergütungssatz unter dem, was Verbraucher derzeit für Netzstrom zahlen.

Dieser beträgt laut Bundesverband der deutschen Energie- und Wasserwirtschaft aktuell für einen Drei-Personen-Haushalt durchschnittlich mehr als 29 Cent pro kWh (Vergleichsjahr 2005: 18,55 Cent) – Tendenz steigend.

Darum lohnt sich Solarstrom

Dennoch kann es sich für Privathaushalte weiterhin rechnen, Solarstrom zu produzieren – sofern man ihn selbst verbraucht. Denn die Produktionskosten für Strom aus der heimischen Anlage betragen unter Berücksichtigung von Anschaffungs- und Betriebskosten Experten zufolge nur etwa 12 Cent pro kWh.

Auch wenn sich Photovoltaik-Anlagen aufgrund unterschiedlicher Bauart, örtlicher Gegebenheiten wie Sonnenscheindauer und weiterer Kriterien kaum vergleichen lassen: Eine Ersparnis von mehreren hundert Euro im Jahr erscheint Experten realistisch.

Der Trend zur Selbstversorgung wird von der neuesten Stromspeicher-Generation unterstützt. Damit lässt sich der tagsüber produzierte Sonnenstrom „parken“, um ihn zu einem späteren Zeitpunkt zu nutzen. Laut Bundesverband Solarwirtschaft sind die Preise für Solar-Batterien in jüngster Zeit um rund 25 Prozent gesunken. Das ermöglicht Speicherlösungen, mit denen sich Eigenstrom auf dem Preisniveau von Netzstrom produzieren lässt.

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