Wer neu baut oder umgestaltet braucht immer auch einen Statiker. Der gewährleistet die Standsicherheit des Gebäudes – und kann zugleich bares Geld sparen.

Sie arbeiten meist im Verborgenen, prüfen, rechnen – und sind unverzichtbar: Die Tragwerksplaner, landläufig auch als Statiker bezeichnet. Diese Spezialisten kommen immer dann zum Einsatz, wenn ein Haus neu gebaut oder wenn in die vorhandene Bausubstanz umfangreich eingegriffen wird – also auch, wenn größere Renovierungen von Altbauten anstehen.

Trägt das Dach? Der Statiker weiß es

Ob die Größe eines Stahlträgers ermittelt, die zulässige Schneelast eines Daches berechnet oder Schallschutzmaßnahmen getroffen werden müssen – bei allen Fragen, die die Standsicherheit eines Gebäudes betreffen, kommen Tragwerksplaner ins Spiel. Und zwar unabhängig davon, ob der Neubau eines Einkaufszentrums oder eines Einfamilienhauses ansteht. Denn die statischen Systeme nach denen gerechnet wird, sind stets dieselben.

Statiker kosten – aber helfen sparen

Alle Leistungen eines Statikers werden nach der HOAI, der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure, abgerechnet.

Das Geld ist gut angelegt. Denn zum einen können sich Bauherren sicher sein, dass ihr Haus wirklich dauerhaft standsicher ist. Und zum anderen können die Dienste des Statikers helfen, Baukosten zu reduzieren. Etwa wenn er sogenannte „Tragreserven“ erkennt und bestimmte Stützen geringer als vom Architekten vorgesehen dimensioniert werden können – ein Fall, der durchaus nicht selten vorkommt.

Lieber einmal zu viel fragen

Schon schwere Möbelstücke können die Tragfähigkeit eines Gebäudes überlasten, etwa wenn ein Wasserbett aufgebaut werden soll. In solchen Fällen ist es ratsam, vor dem Kauf einen Statiker zu befragen. Da für Tragwerksplaner, ebenso wie für Ärzte und Rechtsanwälte, das Werbeverbot gilt, kann bei der Suche nach einem guten Statiker die Empfehlung durch einen Architekten oder anderen Bauherren weiterhelfen.