Immer neue Energievorschriften machen viele Immobilienbesitzer ratlos. Dabei verbergen sich in dem Gesetzes-Dschungel zahlreiche attraktive Fördergelder.

Alles anders – oder doch nicht? Das dürfte sich mancher Hausbesitzer fragen, wenn es um die neuesten Energievorschriften und -gesetze geht. Das fängt mit Kürzeln wie EnEV oder EEG für „Energieeinsparverordnung“ und „Erneuerbare-Energien-Gesetz“ an. Doch das hört sich alles schlimmer an, als es wirklich ist. Denn darin schlummern auch viele Chancen auf Förderung und Zuschüsse.

Die EnEV regelt vor allem den zulässigen Energieverbrauch von Immobilien, setzt Obergrenzen bei Neubauten fest und beschreibt Mindestanforderungen für Altbauten oder energetisches Modernisieren. Wichtigste Messgröße ist dabei der Primärenergieverbrauch, in dessen Berechnung Faktoren wie Dämmung, Heizung und die Bilanz der Energieerzeugung fallen.

Chancen nutzen

Die EnEV bringt Vorteile für Immobilienbesitzer mit sich: Senkt eine Baumaßnahme den Energieverbrauch, macht sich das positiv im Portemonnaie bemerkbar und schlägt sich gegebenenfalls im höheren Wiederverkaufswert der Immobilie nieder. Dies alles wird im sogenannten Energieausweis festgehalten, der für alle Gebäude bei Verkauf oder Vermietung Pflicht ist. Der Gesetzgeber fördert solche Maßnahmen auch. Dabei dürften Eigentümer von Altbauten die größten Fördermittel erhalten. Das BAFA (= Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) und die staatliche KfW Bankengruppe halten Geld bereit, wenn es darum geht, neue Fenster einzusetzen, die Dachdämmung zu modernisieren oder die Außenfassade zu sanieren.

Günstige Finanzierung

Energiesparmaßnahmen refinanzieren sich dank der bereitgestellten Mittel oft recht schnell wieder.

Wichtig: Lassen Sie sich von einer kompetenten Energieberatung informieren. Selbst dies wird vom BAFA mit 400 Euro bezuschusst.

Förderungswürdig sind allgemein Einzel-Sanierungsvorhaben wie auch eine energetische Komplettsanierung. Ein gesondertes Förderprogramm gibt es bei der KfW, wenn Sie aus Ihrem Haus ein sparsames KfW-Effizienzhaus machen wollen. An diesem Vorhaben beteiligt sich auch das BAFA.

Beim BAFA werden in der Regel 1.400 bis 3.600 Euro ausgezahlt. Die KfW hingegen vergibt günstige Kredite und Zuschüsse. Förderung gibt es nur auf Antrag, der bei der KfW vor Baubeginn eingereicht werden muss, bei der BAFA spätestens sechs Monate nach Inbetriebnahme der neuen Heizung mit erneuerbaren Energien. Lassen Sie sich zur Beantragung von Fördergeldern und Zuschüssen die Gesetzmäßigkeit der Sanierungen bescheinigen. Das EEG greift, wenn Sie durch die Einspeisung aus erneuerbaren Energien – egal ob per Solar-, Kleinwindkraftanlage oder Mini-Blockheizkraftwerk – selber zum Stromerzeuger werden. Denn der örtliche Versorger ist gemäß EEG verpflichtet, Ihren Strom zu festen Sätzen zu vergüten.