Die kleinen Flugobjekte werden für den Freizeitgebrauch immer beliebter. Doch wer eine Drohne aufsteigen lassen will, sollte wichtige Vorschriften beachten.

Das war richtig teuer: 1.500 Euro Bußgeld musste ein Fotograf zahlen, der seine Drohne im Tiefflug über den Besuchern eines Hafenfestes in Mecklenburg-Vorpommern kreisen ließ – ohne Aufstiegsgenehmigung. Dabei hätte so eine Genehmigung durch die Landes- Luftfahrtbehörde für den gewerblichen Einsatz nur 150 Euro gekostet.

Verboten: Filmen oder Fotografieren per Drohne von Personen ohne deren Einverständnis. Foto: Colourbox
Verboten: Filmen oder Fotografieren per Drohne von Personen ohne deren Einverständnis. Foto: Colourbox

Diese Regeln gelten

Kennzeichnungspflicht: Drohnen, die mehr als 250 Gramm auf die Waage bringen, müssen mit einer Plakette gekennzeichnet werden. Name und Adresse des Besitzers müssen darauf vermerkt sein. Im Schadensfall kann auf diese Weise schnell Kontakt aufgenommen werden.

Erlaubnispflicht: Hobbyfotografen benötigen in der Regel für Ihre Drohne keine Genehmigung. Das gilt zumindest, wenn das Flugobjekt weniger als fünf Kilogramm wiegt und eben keine gewerbliche Nutzung vorliegt. Ab einem Gewicht von fünf Kilo ist eine Erlaubnis erforderlich. Diese wird von der zuständigen Landesbehörde erteilt.

Außerdem wird eine Art Führerschein verlangt.

Kenntnisnachweis: Der “Drohnen-Führerschein” beinhaltet eine Prüfung. Vorgesehen ist ein Mindestalter von 16 Jahren. Hat man die Prüfung erfolgreich absolviert, gilt die Bescheinigung zehn Jahre lang.

Betriebsverbot: Geräte über fünf Kilo dürfen nicht außer Sichtweite geflogen werden. In jedem Fall ist der Drohnen-Einsatz in der Nähe von Flughäfen in einem Umkreis von 1,5 Kilometern untersagt. Außerdem darf eine Drohne nicht über Menschen, Regierungsviertel, Naturschutzgebiete, Kraftwerke, Justizvollzugsanstalten, Einsatzorte der Polizei oder militärische Stützpunkte fliegen.

Vor allem in Stadtgebieten kann die Flugverbotszone größer als gedacht sein. So sind etwa in Berlin Drohnen innerhalb des Stadtgebietes ohne Ausnahmegenehmigung komplett untersagt.

Nur mit Versicherung

Um sich vor den finanziellen Folgen durch Sach- oder Personenschäden zu schützen, ist seit 2005 für Hobbypiloten und ihre unbemannten Flugobjekte eine Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben. Die Versicherung von Fluggeräten ist in den meisten privaten Haftpflichtversicherungen allerdings nicht enthalten. Dann ist eine zusätzliche Police notwendig. Eine Alternative ist der Beitritt zu einem Modellfliegerverband. In den Mitgliedsbeiträgen ist der Versicherungsschutz für die Drohnen-Fliegerei meist gleich dabei. Eine Mitgliedschaft kostet für Jugendliche jeweils ca. 20 Euro und für Erwachsene ca. 40 Euro im Jahr.