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Das Geheimnis eines blühenden Gartens ist die optimale Wasserzufuhr. Vom Rasensprenger bis zum Perlschlauch: Mit einem smarten Gartensystem  steuern Sie die Bewässerung komfortabel via App. Wir zeigen Ihnen, was damit alles möglich ist. 

Versorgen Sie auch die letzte Ecke optimal mit Wasser

Wer einen eigenen Garten hat, kennt das: Durch das Wässern mit Gartenschlauch und Gießkanne kommen schnell einige Pflanzen zu kurz, besonders in schwer zugängliche Bereichen. Damit es nicht zu dauerhaften Pflanzenschäden kommt, hilft ein smartes Bewässerungssystem. Dieses verbinden Sie je nach Bedarf mit einem einzelnen Hauptschlauch oder durch einen Verteiler mit mehreren Wasserausgängen.

Egal, ob Sie auf Sprinkler, Sprühdüsen oder Tropfschläuche setzen: Das clevere System kümmert sich ganz allein um die Gartenbewässerung. Vor der Technik brauchen Hobbygärtner keine Angst zu haben, denn die Einrichtung einer smarten Gartenbewässerung ist relativ einfach. Einmal installiert, kann sie bequem per App gesteuert werden.

Die Voraussetzungen sind lediglich ein Smartphone und ein Wasserhahn im Außenbereich. Preislich starten die Systeme bei circa 100 Euro für die Steuereinheit, allerdings kommen noch Kosten für das smarte Wasserhahnventil und Sensoren hinzu. Und natürlich müssen Schläuche und Co. vorhanden sein.

Foto: Cellfast

So sinkt Ihr Wasserverbrauch auf das Minimum

Smarte Systeme bestehen aus einer Zentrale, auch Router oder Controller genannt. Hinzu kommt ein Ventil zwischen Wasserhahn und Gartenschlauch, das sich je nach Anbieter entweder durch WLAN oder Bluetooth mit der Zentrale verbindet. Während klassische Bewässerungscomputer nur eine voreingestellte Menge an Wasser freigeben, berechnen viele smarte Systeme den Wasserbedarf in Echtzeit. Dafür sorgen intelligente Sensoren im Garten, die mit der Zentrale vernetzt sind. So wird je nach Wetterlage der Wasserbedarf optimal auf die Bedürfnisse des Gartens abgestimmt.

Einige Hersteller bieten auch Wind- und Regenmesser an, um die Bewässerungszyklen noch effizienter zu gestalten. Dabei kümmert sich beispielsweise das smart System von Gardena um bis zu sechs Bewässerungszonen gleichzeitig und berücksichtigt die jeweiligen Sonnen- und Schattenlagen. Übrigens: Viele Systeme vernetzen sich mit anderen Smart-Home-Lösungen und sind mit Sprachassistenten wie Alexa oder Siri kompatibel.

Kommunikation im smarten Netzwerk

Sobald ein Bereich im Garten mehr Wasser benötigt, leitet der Sensor diese Information an die Zentrale weiter. Je nach Anbieter informiert die Zentrale den Nutzer via App oder öffnet das smarte Wasserventil automatisch. Bei Systemen ohne Sensoren steuert der Nutzer über die App, wann sich das Ventil öffnen soll.

1) ZENTRALE: Das „Gehirn“ des Systems verbindet alle Komponenten miteinander. Die Analysedaten der Sensoren und die Eingaben des Nutzers werden hier gesammelt, um den Bewässerungszyklus zu steuern.
2) VENTIL AM AUSSENHAHN: Das smarte Ventil sitzt zwischen Hahn und Schlauch, um die Wasserzufuhr zu regulieren. In der Regel ist das Ventil mit dem gängigen 3/4-Zoll-Gewinde von Außenhähnen kompatibel.
3) SMARTPHONE: Über die dazugehörige App kann der Nutzer den aktuellen Status einsehen oder neue Bewässerungs-befehle eingeben.
4) SENSOR: Die meisten smarten Systeme arbeiten mit Sensoren, die im Beet oder Rasen Faktoren wie Temperatur, Bodenfeuchte oder Windstärke messen.
Illustration: C3 Visual Lab

Gewinnen Sie mehr Zeit bei flexiblerer Einteilung

Ein bedeutender Vorteil von smarten Bewässerungssystemen besteht darin, dass sich der Garten selbst mit Wasser versorgt. Es bleibt also mehr Zeit für andere Tätigkeiten und eine längere Abwesenheit  ist problemlos möglich. Zu den beliebtesten Anbietern solcher Systeme gehört Gardena (App verfügbar für iOS und Android). Hier gibt es ein Komplettset mit Zentrale, Ventilen und Sensoren, ebenso wie beim Hersteller Miyo (iOS und Android). 

Foto: iStock

Für Apple-Fans kann die Bewässerungssteuerung Eve Aqua eine Lösung sein, weil sie sich in das Apple HomeKit integrieren lässt. Allerdings bietet Eve Aqua nur eine App-Steuerung und arbeitet ohne intelligente Sensoren. Cloudrain steuert die Bewässerung über einen Algorithmus, der Faktoren wie Temperatur, Niederschlagsintensität, Feuchtigkeit und Bewölkung einbezieht (iOS und Android).

Wegen der vielfältigen Funktionen sollte man sich vor dem Kauf genau überlegen, was für den eigenen Garten am meisten Sinn ergibt. Will man seinen Rasensprenger einfach nur via App steuern oder die Gartenbewässerung durch ausgeklügelte Boden- und Temperatursensoren vollständig automatisieren? Mit einem smarten Bewässerungssystem ist alles möglich.

 

Foto Header / oben: iStock