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Es gibt Tage, die sind viel zu schön, um sie im Haus zu verbringen. Auch im Winter. Mit einem Feuer können Sie die Zeit draußen um Stunden verlängern. Spaß für jedes Alter ist garantiert – unabhängig davon, welche Feuervariante Sie bevorzugen.

Es gibt Momente, da vergisst man die Zeit. Der Alltag ist auf einmal ganz weit weg, die Anwesenden rücken zusammen – und das nicht nur bildlich. Eine wohltuende Ruhe verbindet sie alle miteinander. Das ist die Magie des Lagerfeuers. Das Knistern und Knacken des brennenden Holzes, der rötliche Schein von Flammen und Glut, die wohltuende Wärme: Alles zusammen verbreitet eine einzigartige Wohlfühlatmosphäre. Und das nicht nur an warmen Sommerabenden.

Auch milde Herbst- und Wintertage laden dazu ein, mit Familie, Freunden oder Nachbarn ein paar Stunden rund um ein stimmungsvolles Gartenfeuer zu verbringen. Ganz nebenbei kann es auch Leckereien wie Stockbrot oder Marshmallows geben. Dazu noch eine heiße Schokolade, einen Tee oder einen Glühwein – und der Abend ist perfekt.

Wie Sie Ihr Feuer gestalten, bleibt Ihnen weitgehend selbst überlassen. Es gibt viele Varianten: von naturbelassen, nur mit Holz und ohne weiteres Equipment entfacht, über eine mobile Feuerstelle, die sich leicht wieder wegräumen lässt, bis hin zu einem Feuer hinter Glas, das auch für Terrassen geeignet ist. Wichtig ist in jedem Fall: Sicher sollte Ihr Feuer sein. Damit die schönen Momente allen lange in guter Erinnerung bleiben.

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1) Gartenkamin

Der Edle: Neben Holzscheiten können auch Holzbriketts verbrannt werden. Auch eine Grillfunktion ist möglich.

Pro: Kein Asche- oder Funkenflug dank abgeschlossenem Raum. Je nach Bauweise nur wenig Hitzestrahlung in Richtung Boden.

Contra: Oft ein hohes Eigengewicht. Ein stabiler, gerader Untergrund ist also ein Muss. Die Glasscheibe sollte regelmäßig gereinigt und von Ascheresten befreit werden.

2) Lagerfeuer

Die wohl ursprünglichste Variante eines Feuers.

Pro: Außer trockenem Holz in verschiedenen Größen benötigen Sie keine weiteren Materialien. Würstchen, Stockbrot oder Marshmallows lassen sich darüber gut grillen.

Contra: Die Flammen sind ungeschützt, Funken können ungehindert fliegen, fast abgebrannte Holzscheite unvermittelt umkippen. Und: Die Feuerstelle hinterlässt eine kahle Stelle im Rasen.

3) Feuerschale

Ein echter Hingucker. Zudem gibt es Aufsätze fürs Grillen oder gegen Funkenflug.

Pro: Sie steht stabil, lässt sich flexibel aufstellen und nach dem Abkühlen schnell wieder wegräumen.

Contra: Hohes Eigengewicht bei Schalen aus Gusseisen oder Stahl. Untergrund mit Sand oder Steinplatten sind vor zu großer Hitze zu schützen. Ungeschützte Glut kann zu Asche- und Funkenflug führen.

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4) Feuertonne

Motivstanzungen sorgen für tolle Effekte. Die meisten Modelle können mit einem Grillrost nachgerüstet werden.

Pro: Der hohe Rand sorgt für einen optimalen Schutz vor umfallenden Holzscheiten.

Contra: Glut und Asche können durch Öffnungen an den Seiten fallen und den Untergrund in Brand setzen. Ist kein Deckel vorhanden, muss man mit umherfliegenden Funken und Ascheteilen rechnen.

5) Schwedenfeuer

Licht und Wärme: Je nach Größe, Durchmesser und Trocknungsgrad brennt das Holz bis zu mehreren Stunden.

Pro: Das Feuer brennt von allein nieder und geht automatisch aus. Durch Regen oder Schnee erlischt es nicht. Schwedenfeuer können auch selbst hergestellt werden.

Contra: Schwedenfeuer sind ein einmaliges Vergnügen. Zudem können sie schnell umgestoßen werden.

Feuer im Garten: Diese Vorgaben sollten Sie beachten

1) Die gesetzlichen Vorschriften für ein Lagerfeuer variieren von Bundesland zu Bundesland, oft sogar von Region zu Region. Generell gilt jedoch: Für ein offenes Lagerfeuer im Garten müssen Sie eine Genehmigung vom Ordnungsamt einholen. Diese benötigen Sie jedoch nicht, wenn Sie das Feuer in einer Feuerschale oder etwas Ähnlichem mit einem Durchmesser von weniger als einem Meter entzünden.

2) Die Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) schreibt zudem vor, was Sie verbrennen dürfen. Ganz einfach: Lediglich naturbelassene Holzstücke (§ 3 Abs. 1 Nr. 4) und Holz­briketts (§ 3 Abs. 1 Nr. 5a) gehören ins Feuer. Im Gegenzug haben frischer Grünschnitt, Müll, Essensabfälle, behandeltes Holz, Brandbeschleuniger oder sogar Kunststoffe nichts im Gartenfeuer zu suchen. Hinzu kommt: Damit Ihr Nachbar nicht unnötig durch Qualm belästigt wird, sollten Sie darauf achten, dass Sie nur trockenes Material ins Feuer legen. Laut Bürgerlichem Gesetzbuch (§ 906 Abs. 2) muss er nämlich Emissionen in seinem Garten nur so lange hinnehmen, wie sie bei einer „ortsüblichen Benutzung“ des Nachbargrundstücks anfallen würden.

3) Je nach Gemeinde gelten außerdem unterschiedliche Vorgaben für die erforderlichen Sicherheitsabstände. Zum Nachbargrundstück sind es meist mindestens zehn Meter. Zum nächsten Gebäude, Weg oder Wald sind es je nach Region schon 50 bis 100 Meter. Zudem sind einige Sicherheitsvorkehrungen einzuhalten. Wer sich nicht daran hält, riskiert ein Bußgeld – je nach Bundesland bis zu 5.000 Euro. Und wenn Sie in der Nähe eines Walds wohnen, sollten Sie zuvor noch im Internet nachschauen oder bei der örtlichen Feuerwehr beziehungsweise Forstbehörde nachfragen, welche Wandbrandgefahrenstufe aktuell gilt. Vielerorts ist Feuermachen ab Stufe 3 und höher verboten.

Ein rustikaler Feuerkorb kommt einem offenen Lagerfeuer am nächsten. Es gibt Varianten mit Grilleinsätzen. Foto: Getty Images

Damit nichts anbrennt: So gelingen schöne Stunden mit offenem Feuer

Wetter: Bei großer Trockenheit und Waldbrandgefahr sowie starkem Wind verzichten Sie besser auf ein Feuer.

Standort: Im Umkreis von mehreren Metern sollte sich nichts Brennbares befinden. Halten Sie also Abstand von Pflanzen, trockenem Holz, Möbeln und Textilien, Markisen und den Holzträgern der Terrasse.

Brennmaterial: Verbrennen Sie nur trockenes und unbehandeltes Holz. Zum Anzünden eignen sich am besten Holzspäne, Grill- oder Kaminanzünder. Wie beim Grillen gilt: Keine Brand­beschleuniger, beschichtetes oder mit Folie verklebtes Papier einsetzen.

Aufsicht: Ein Feuer sollte ununterbrochen beaufsichtigt werden. Nicht nur, um kleine Kinder zu schützen, sondern auch, um umgefallene Scheite wieder in die Mitte zu bugsieren oder verstreute Glutreste zu löschen. Halten Sie hierfür entsprechendes Equipment bereit, etwa eine Schaufel, eine längere Grillzange und feuerfeste Handschuhe.

Untergrund: Um den Boden vor Hitze und herabfallender Glut zu schützen, eignen sich etwa Steinplatten, Kies oder Sand. Gut gewässertes Gras hält ebenfalls einiger Belastung stand. Stellen Sie Körbe, Tonnen und Co. auf einen ebenen Untergrund, damit nichts ins Wackeln kommt.

Löschen: Verlassen Sie die Feuerstelle erst, wenn die Flammen erloschen sind und die Glut abgekühlt. Als Löschmittel eignet sich Wasser aus Eimern oder dem Gartenschlauch beziehungsweise Sand oder eine breite Schaufel. Für den Notfall sollten Sie einen Feuerlöscher griffbereit halten.