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Um eine Hecke im Garten anzulegen, müssen Sie kein Profi sein. Wir erklären, wie es geht: von der Planung über die Auswahl der Heckenpflanzen bis zum richtigen Anlegen. 

Auf einen Blick: die Kriterien

Eine Hecke gehört für viele Hausbesitzer zum Grundstück und zum Garten dazu. Zum Glück gibt es eine Reihe von Kriterien, die bei der Orientierung helfen. Überlegen Sie, welche Funktion Ihre Hecke erfüllen soll und welche Voraussetzungen es gibt. Sollen die Heckenpflanzen als Sichtschutz dienen? Oder reicht eine niedrige Hecke?

Welche Art von Hecke soll es sein? Möchten Sie eine blühende Hecke? Oder eine immergrüne Hecke? Die Auswahl an Pflanzen ist groß. 

Gehen Sie einfach die Checkliste durch, danach werden Sie wissen, welche Funktion Ihre Hecke im Garten erfüllen soll und was Sie bei der Planung beachten müssen. 

Mithilfe dieser Infos sowie unserer kleinen Pflanzenkunde können Sie dann Ihre Favoriten bestimmen.

Bild: C3 Visual Lab

Wie grün ist eigentlich halbimmergrün? 

Ein wichtiges Kriterium bei der Wahl der Pflanzen wird sein, ob Sie eine sommergrüne, immergrüne oder halbimmergrüne Hecke für Ihren Garten haben wollen. Was verbirgt sich hinter diesen Begriffen? 

Immergrüne Hecken 
tragen ganzjährig Laub, da sie gleichzeitig alte Blätter verlieren und neue nachbilden. 

Halbimmergrüne Hecken
können im Winter bei starkem Frost ihr Laub verlieren. 

Sommergrüne Hecken
hingegen bieten nur in der warmen Jahreszeit einen Sichtschutz aus Blättern. 

Noch ein Tipp: Prüfen Sie vorher die gesetzlichen Vorgaben zum Thema Hecke. Wenn Sie diese befolgen, vermeiden Sie womöglich Ärger mit dem Nachbarn. Je nachdem, wo Sie wohnen, finden Sie Infos dazu unter anderem im Landesnachbarrechtsgesetz, in der Landesbauordnung oder in der Ortssatzung. 

Die Auswahl an Heckenpflanzen ist groß, doch nehmen Sie nicht einfach irgendwelche. Sonst könnten Sie im Winter vor nacktem Gehölz stehen.

Ab in die Hecke: die Wahl der Pflanzen

So blicken Sie durch: Wir stellen Ihnen eine Auswahl an geeigneten Pflanzen vor.

Bei der der Planung Ihrer Hecke dreht es sich nicht nur um die Frage, ob sie dem Gartenbesitzer gefällt. Ebenso müssen die Pflanzen nach den örtlichen Gegebenheiten ausgewählt werden. Genügen die Beschaffenheit des Bodens oder die Menge des Sonnenscheins nicht den Ansprüchen der Hecke, wird diese nicht gedeihen. 

Ebenfalls wichtig bei der Wahl: Wer Tiere oder kleine Kinder in seinem Haushalt hat, sollte auf ungiftige Pflanzen achten. Bei manchen Hecken können zum Beispiel die Früchte oder die Blätter nach dem Verzehr giftig wirken – unter Umständen mit tödlichen Folgen. Und wem das Thema Naturschutz besonders am Herzen liegt, der sollte zu einheimischen Pflanzen greifen. 

Unterschiedlich schnelles Wachstum

Kleine Heckenpflanzen im Topf kosten mitunter nur wenige Euro pro Exemplar. Wenn Sie jedoch nicht jahrelang warten möchten, bis die Hecke ein paar Meter Höhe erreicht hat, sollten Sie zu einer schnell wachsenden Art greifen. 

Sie möchten sofort einen Sichtschutz für Ihren Garten herstellen? Natürlich können Sie auch höhere Sträucher kaufen, sollten dafür aber ein größeres Budget einplanen. Die Preise für solche Pflanzen liegen deutlich höher.

Zur Erläuterung: In der Übersicht wird lediglich eine Auswahl von deutschlandweit verbreiteten Heckenpflanzen gezeigt. Das angegebene jährliche Wachstum hängt allerdings stark von Standort und Pflege ab.

Äußerst beliebt: die heimische Hecke

Sie möchten die Artenvielfalt in Ihrem Garten fördern? Greifen Sie zu einheimischen Heckenpflanzen. 

Der Grund: Die exotischen Arten werden von Tieren häufig links liegen gelassen. Zum einen, weil solche Sträucher oft unfruchtbar gezüchtet wurden, zum anderen, weil die Früchte von Tieren abgelehnt werden. 

Zur Orientierung: Laut Naturschutzbund Deutschland (NABU) leben von der heimischen Stieleiche rund 300 Insekten- und 28 Vogelarten, von der eingebürgerten Rosskastanie jedoch nur vier Insekten- und zwei Vogelarten. 

Doch nicht nur als Nahrungsquelle, sondern auch als Brutplatz werden Heckenpflanzen gebraucht. In heimischen Sträuchern wie Holunder und Weißdorn nisten zahlreiche Vogelarten. Exoten hingegen werden nicht gut angenommen. 

Wichtig zu wissen: Um brütende Vögel zu schützen, ist es laut Bundesnaturschutzgesetz verboten, Hecken vom 1. März bis 30. September stark zu schneiden. Ein schonender Form- und Pflegeschnitt ist aber erlaubt. Halten Sie dennoch immer nach Nestern Ausschau und verschieben Sie den Schnitt eventuell.

Ein Auswahl an einheimischen Heckenpflanzen: Brombeere, Feldahorn, Gemeiner Schneeball, Pfaffenhütchen, Rote Heckenkirsche, Sanddorn, Schlehe, Traubenholunder, Vogelbeere, Wildapfel, Wildrosen. 

Spaten raus: So pflanzen Sie

Eine Hecke anzulegen und die richtig zu pflanzen ist unkomplizierter als viele denken.

Foto Header / oben: Getty Images