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Sie beeinflusst die Raumluft positiv und sieht noch dazu stylish aus: die Zimmerpflanze. Für ihre eindrucksvolle Pracht brauchen Sie nicht zwingend einen grünen Daumen. Es gibt durchaus Arten, die den einen oder anderen Pflegefehler großmütig verzeihen. Welche grüne Mitbewohnerin macht es uns besonders leicht?

Fensterblatt Monstera deliciosa

Die Pflanze mit den markant geschlitzten Blättern stammt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika. Sie kann bis zu drei Meter hoch werden. Ältere Pflanzen bilden manchmal Blüten aus. 

Diese bestehen aus einem weißen Hochblatt, das einen gelben Kolben umhüllt. Da die Monstera schnell wächst, empfiehlt sich von Anfang an ein großer Topf. Direkte Sonne ist nichts für sie, mit Schatten kommt sie besser klar. Am liebsten mag sie es hell, warm und trocken. Daher sollte diese Pflanze auf gar keinen Fall zu oft gegossen werden.

Friedenslilie Spathiphyllum

Sie ist eine entfernte Verwandte des Köstlichen Fensterblatts aus der Familie der Aronstabgewächse (Araceae). Die Friedenslilie blüht regelmäßig, meist im Frühjahr oder Sommer. Dabei lässt sie sich auch von dunkleren Standorten nicht beirren, obwohl sie einen hellen Platz ohne direkte Sonne bevorzugt. Dies hat sicher zu ihrer Beliebtheit beigetragen. Achtung: Der Boden der Pflanze sollte nie ganz austrocknen.

Bogenhanf Sansevieria trifasciata

Als Steppen- und Wüstenpflanze fühlt sich der Bogenhanf vor allem an hellen und sonnigen Standorten wohl. Er braucht nur wenig Wasser. Im Winter reicht einmal Gießen pro Monat – vorausgesetzt, er steht nicht zu warm.

Allerdings sollte wie bei den meisten tropischen Pflanzen die Temperatur nicht unter 15 Grad Celsius fallen. Sonst könnte die Zimmerpflanze Schaden nehmen. Vorsicht auch beim Düngen: Der Bogenhanf ist grundsätzlich sehr genügsam und gedeiht am besten auf nährstoffarmen Böden.

Strelitzie Strelitzia

Strelitzien kommen aus Südafrika. Im Sommer bilden sie auffällige Blüten. Diese erinnern an einen Vogelkopf, weshalb die Pflanze auch Papageienblume genannt wird. Die bekannteste Art ist die Königsstrelitzie, die mit ihren orange-blauen Blüten auch als Schnitt blume beliebt ist.

Als Zimmerpflanze benötigen Strelitzien viel Platz und sollten möglichst hell stehen. Während der Blüte im Sommer brauchen sie viel Wasser, während der Ruhephase im Winter eher wenig. Immer erst gießen, wenn die oberste Erdschicht trocken ist.

Gummibaum Ficus elastica     

Diese immergrüne Feigenart stammt aus Ostindien und Indonesien – und galt lange Zeit als stereotype Zimmerpflanze. Daraufhin geriet sie eine Weile in Vergessenheit, ist heute aber wieder im Kommen.

Der Gummibaum wird als Zimmerpflanze bis zu zwei Meter hoch und bevorzugt einen hellen bis halbschattigen Standort. Dieser sollte außerdem möglichst warm sein, da der Gummibaum Temperaturen unter 18 Grad Celsius nicht mag. Dafür ist die Pflanze nur mäßig durstig und muss nicht allzu oft gegossen werden.

Kunstpflanze Plastica totalica

Auch die pflegeleichteste Pflanze benötigt ein Mindestmaß an Aufmerksamkeit. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen möchten, kaufen Sie Kunstpflanzen. Diese sehen zum Teil täuschend echt aus und müssen höchstens ab und zu mit einem feuchten Tuch abgewischt werden.

 

Fotos: Jonas Friedrich