| 0 Comments

Tierische Besucher im Garten haben es in der kalten Jahreszeit nicht immer leicht. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Eichhörnchen, Igeln oder Vögeln im Winter helfen können.

Ein Winterquartier für Wildbienen und ihren Nachwuchs 

Ob Mauernische oder Holzhaufen: Man könnte denken, dass Wildbienen überall einen Ort für die Überwinterung entdecken. Allerdings finden viele Insektenarten durch Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen und extreme Flächennutzung nur noch schwer ein Winterquartier. 

Stellen Sie deshalb auf Ihrem Grundstück ein Bienenhotel auf, am besten schon im Frühjahr oder Sommer. 

Achten Sie darauf, dass es sich zwischen einheimischen Wiesenblumen, Sträuchern und Bäumen befindet. Im Inneren des Hotels können die Bienen das ganze Jahr über ihre Eier ablegen und finden außerdem einen Unterschlupf für die kalte Jahreszeit. 

Mit einem Bienenhotel leisten Sie einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der natürlichen Artenvielfalt. Außerdem ist auch ein spannendes Lernobjekt für Kinder und hilft so, die Natur auf spielerische Weise zu entdecken.

Eichhörnchen halten nur Winterruhe

Eichhörnchen sind winteraktive Tiere und bauen sich für die kalten Monate ein kugelförmiges Nest mit einer kleinen Öffnung, den sogenannten Kobel. Allerdings gibt es in Städten und eng besiedelten Wohngebieten nur wenig Materialien für den Nestbau. Helfen Sie den Tieren über die harte Zeit und hängen Sie einen Eichhörnchenkobel in Ihren Garten. 

Geeignete Materialien für die Innenpolsterung sind Stroh, Holzwolle, Federn oder Schafswolle. Eichhörnchen bewohnen in der Regel mehrere Winterquartiere gleichzeitig, hängen Sie also ruhig zwei oder drei Kobel auf. 

Übrigens: Die Nager kommen zur Futtersuche einmal täglich heraus. Füllen Sie also Haselnüsse, Bucheckern, trockene Maiskörner oder Kürbiskerne in einen nahe gelegenen Futterautomaten.

Alle Vögel sind schon da

Wildvögel brauchen bei Kälte und Frost mehr Energie, um ihre Körpertemperatur zu halten. Ein Futterhaus bietet den gefiederten Tieren genügend Nahrung und hilft ihnen durch den Winter. Falls Sie ein Vogelhaus mit Stehfläche haben, wischen Sie es regelmäßig mit einem heißen Lappen aus, um Krankheitserreger zu entfernen. Es gibt auch Häuser mit Futterspender, die nur kleine Mengen freigeben, damit die Vögel nicht in den Körnern stehen.

Büfett für Amsel und Drossel

Bei der Fütterung haben Sie verschiedene Möglichkeiten: Körnerfresser (z. B. Buchfinken, Kernbeißer) ernähren sich von Samen, Mohn, ungesalzenen Erdnüssen und Walnüssen. Weichfutterfresser (z. B. Amseln, Drosseln) bevorzugen Rosinen, getrocknete Äpfel oder Haferflocken. Sonnenblumenkerne sind bei fast allen Vogelarten beliebt, damit können Sie also nicht falschliegen. 

Beachten Sie aber, dass sich Vögel schnell an einen Futter­platz gewöhnen.

Wenn Sie einmal mit dem Zufüttern angefangen haben, sollten Sie es bis Ende Februar durchgängig tun. Sonst besteht die Gefahr, dass die Vögel verhungern.

Igel sucht Winterquartier

Im Winter gibt es zu wenige Würmer und Schnecken, daher fressen sich Igel vorher ein Fettpolster an und fallen in einen tiefen Winterschlaf. Von November bis Ende März machen die Tierchen es sich in einer kugelförmigen Position gemütlich und fahren ihren Stoffwechsel extrem runter. Es wird für Igel aber immer schwieriger, in hohlen Baumstämmen oder Erdlöchern ein geeignetes Winterquartier zu finden.

Kuscheliger Dornröschenschlaf 

Stellen Sie in Ihrem Garten ein Überwinterungshaus auf, idealerweise mit offenem Boden. Das Häuschen sollte vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt sein, damit der Bewohner nicht vorzeitig aus dem Winterschlaf gerissen wird. 

Sie können den Unterschlupf auch selbst bauen: Legen Sie einige Holzscheite übereinander und bedecken Sie den Haufen mit Laub und Ästen. Achtung: Sobald ein Igel eingezogen ist, dürfen Sie das Haus nicht mehr bewegen. Im Winterschlaf können die Tiere nicht reagieren.

Schaffen Sie ein großzügiges Insektenhotel

Die Nützlinge beleben Ihr Grundstück und machen Pflanzenschutzmittel überflüssig. Idealerweise besteht ein Insektenhotel aus verschiedenen Materialien wie Holz, Lehm, Ziegeln und Schilf. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Bohrungen sorgfältig geglättet sind, damit die Insekten ihre empfindlichen Flügel nicht verletzen.

Wollen Sie selbst Hand anlegen? Sie müssen kein fertiges Insektenhotel kaufen, sondern können auch eines bauen. Bohren Sie Löcher in Holz- oder Ziegelstücke und legen Sie festgezurrte Schilfbündel daneben aus.

Fertig für den Einzug

Platzieren Sie das Hotel inmitten von Sträuchern an einem ruhigen Ort, der vor Wind und Regen geschützt ist. Idealerweise ist die Vorrichtung mit Drahtgeflecht versehen, um pickende Vögel abzuwehren. Sie werden schon nach kurzer Zeit bemerken, dass einige Löcher verschlossen sind. Herzlichen Glückwunsch! Das bedeutet, dass die ersten Hotelgäste eingezogen sind.

Tags