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Meine Steinterasse wird immer wieder von Pilzen befallen. Wie ich kann ich diese davor schützen? Versiegeln? Imprägnieren?

Was sich auf Ihrer Steinterrasse so wohlfühlt, sind mit großer Wahrscheinlichkeit Flechten. Faszinierende Doppellebewesen aus Pilzen und Algen.

Sie wachsen sehr langsam und haben sich deshalb Ihre Terrasse als Wohnort ausgesucht, da sie hier von schnellwachsenden Pflanzen nicht überwuchert werden können. Unter den über 2.000 verschiedenen Flechtenarten, die alleine bei uns vorkommen, sind viele Spezialisten, die sogar Mineralstoffe aus dem Stein entnehmen können.

Die gute Nachricht ist, Sie müssen nicht handeln. Einige Arten wirken wie eine natürliche Patina und sind sogar erwünscht. Ist die Steinoberfläche nicht rauh und farblich sehr homogen, sind Flechten weniger schön und der Belag kann ungepflegt und fleckig wirken. 

Hier kommt die weniger gute Nachricht, Flechten sind absolute Überlebenskünstler. Sie überleben im Weltraum, auf der Autobahn und die ältesten Flechten auf unserem Planeten sind 4.500 Jahre alt.

Hausmittel wie Essig, Salzlösung, Cola, Natron sind wegen ihrer teilweise bioziden Wirkung zumindest fragwürdig und werden auf Dauer auch keinen oder nur wenig Erfolg bringen. Ein Dampfstrahler bringt bei hohen Druck kurzfristigen Erfolg, zerstört aber die Fugen. Abflammen ist gefährlich und viele Steinarten überleben das ebenfalls nicht unbeschadet. 

Steinterasse versiegeln

Versiegeln ist wahrscheinlich die beste Lösung und hier sind je nach Steinart spezielle Nanoversiegelungen gut geeignet. Eine gründliche Reinigung vor der Anwendung ist natürlich notwendig. Je nach Benutzung muss eine solche Versiegelung jedoch alle drei bis fünf Jahre erfolgen. 

 

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