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Ob Zweige oder Blumen: Bei Schnittarbeiten im Garten kommt eine Gartenschere häufig zum Einsatz. Aber worin unterscheiden sich eigentlich die zwei Schnittsysteme für die kleinen Helferlein?

Die Bypass-Schere

Bypass-Schere
Foto: Jonas Friedrich

1 Funktionsweise

Ihr System besteht aus zwei scharfen Schneideklingen, Scherenkopf und Klingen sind schlank. Beim Schnitt gleiten sie aneinander vorbei und durchtrennen dabei das Pflanzengewebe. 

2 Schneideverhalten

Sie ist fürs Feine, nicht fürs Grobe gemacht. Schneidet präzise, scharf und sauber. Verletzt die Pflanze kaum. Optimal fürs formschöne, ertragreiche Schneiden. Perfektionistin eben.

3 Kraftaufwand

Sie brauchen starke Arme und große Kraft. Versuchen Sie sich an hartem Holz mit großem Durchmesser, ist der Muskelkater nicht ausgeschlossen. Besser: Nur an zarte Gewächse ran.

4 Qualitätskriterien

Passt mit Grifflänge, -breite und Greifmaß optimal zu Ihrer Hand. Ein Zweikomponentengriff gibt sicheren Halt. Für Linkshänder gibt es gesonderte Modelle.

So schneiden Bypass-Schere und Amboss-Schere

Illustration: C3 Visual Lab

Die Amboss-Schere

Amboss-Schere
Foto: Jonas Friedrich

1 Funktionsweise 

Sie hat nur eine scharfe Klinge. Diese trifft beim Schnitt auf eine glatte, stumpfe Metalloberfläche, genannt Amboss. Der erzeugt Druck und macht es leicht, Hartes zu schneiden.

2 Schneideverhalten

Sie kleckert nicht, sie klotzt. Auch bei dickeren Ästen geht sie grob und rustikal zu Werk: Die Rinde platzt auf, der Ast wird gequetscht. Praktikerin eben.

3 Kraftaufwand 

Fabelhafte Kraftübertragung zwischen Klinge und Amboss. Das bedeutet weniger Kraftaufwand für Sie, wodurch Handgelenke und Arme geschont werden.

4 Qualitätskriterien

Sie sollte aus präzisionsgeschliffenem, hochwertigem Stahl hergestellt sein. Sehr praktisch ist eine integrierte Drahtschneidevorrichtung. Bedienbare Sicherheitsverschlüsse ebenfalls.

 

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