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Lesen Sie, was Immobilienbesitzer jetzt über den „Steckbrief fürs Haus“ wissen müssen.

Wer benötigt einen Energieausweis?

Fast alle, die eine Immobilie besitzen und sie vermieten oder verkaufen möchten. Denn Käufer und Mieter sollen sich ein Bild davon machen können, wie hoch etwa der zu erwartende Energieverbrauch der Immobilie ist. Ausgenommen sind Baudenkmäler, Ferienhäuser mit eingeschränkter Nutzung und Gebäude, deren Nutzfläche weniger als 50 Quadratmeter beträgt. Wichtig: Wer neu baut, braucht in jedem Fall einen Energieausweis. Das gilt auch, wenn bei einer umfassenden Sanierung eine energetische Gesamtbilanzierung erfolgt.

Welche Informationen enthält ein Energieausweis?

Als Erstes allgemeine Angaben zur betreffenden Immobilie: Baujahr, Flächen, Art der Heizung und der verwendeten Energieträger. Dazu gibt er Aufschluss über die Energiekennwerte des Gebäudes, etwa den Energieverbrauch (in Kilowattstunden pro Quadratmeter Nutzfläche) sowie die Energieeffizienzklasse (A+ bis H). Zu beachten ist, dass Energieausweise, die vor 2014 ausgestellt wurden, nicht mehr den aktuellen Standards bei den Energieeffizienzklassen entsprechen.

Welche Versionen gibt es?

Man unterscheidet zwischen Verbrauchs- und Bedarfsausweis. Der Verbrauchsausweis gibt den Energieverbrauch der zurückliegenden drei Jahre an. Beim Bedarfsausweis wird ein Bedarf aus mehreren Faktoren wie zum Beispiel den technischen Gebäudeeigenschaften und den Heizungsdaten errechnet. Auch wenn er nicht auf gemessenen Daten beruht, bildet der Bedarfsausweis in der Regel den energetischen Status eines Gebäudes besser ab, da der Wert nicht von individuellen Vorlieben und Gewohnheiten abhängt.

Wer darf einen Energieausweis ausstellen?

Die Ausstellung eines Energieausweises ist Fachleuten vorbehalten, die eine entsprechende Qualifikation durch ein Studium oder eine Ausbildung sowie gegebenenfalls eine Weiterbildung nachweisen können. Berechtigt sind beispielsweise Architekten und Bauingenieure sowie Schornsteinfeger. Hier finden Sie Aussteller in Ihrer Nähe.

Was kostet ein Energieausweis?

Die Kosten für die Erstellung eines Verbrauchsausweises liegen bei circa 70 bis 150 Euro. Ein Bedarfsausweis schlägt mit rund 500 Euro zu Buche. Tipp: Wer ein Eigenheim neu baut, sollte bei Vertragsabschluss mit dem Architekten bzw. der Hausbaufirma die Ausstellung eines Energieausweises vereinbaren.

 

Foto Header / oben: Mauritius Images