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Es gibt gute Gründe, sich bei Haus- oder Wohnungskauf für einen Neubau zu entscheiden. Und je früher die Entscheidung fällt, desto besser lassen sich die eigenen Wünsche erfüllen.

Zugegeben, ein Altbau mit hohen Decken und Fenstern, mit Flügeltüren, Stuckverzierungen und abgeschliffenen Holzdielen hat seinen Charme. Vor allem wenn er mit Sachverstand und einer gewissen Liebe zum Detail saniert wurde und dadurch anschließend den Ansprüchen an modernes Wohnen genügt. Die Zahl solcher Liebhaberobjekte ist deutschlandweit jedoch begrenzt – auch wenn noch etwa ein Viertel des Wohnraumbestandes hierzulande vor 1949 entstanden ist.

Allerdings kann es auch Nachteile mit sich bringen, wenn man einen Altbau sein Eigen nennt, sogar dann, wenn er komplett saniert ist. Die Grundrisse zum Beispiel sind naturgemäß nicht an moderne Bedürfnisse angepasst. Ganz zu schweigen von den Anforderungen an eine den aktuellen Standards entsprechende Energieversorgung und Wärmedämmung.

Das beides zu erreichen, ist oft baulich kompliziert und finanziell aufwendig – was sich auch im Kaufpreis widerspiegelt. Das gilt übrigens in abgemilderter Form auch für Wohngebäude, die zwischen 1949 und 1978 errichtet wurden. Sie machen mehr als 40 Prozent des Wohnbestandes aus. Demgegenüber stehen nicht ganz 300.000 neu gebaute Miet- und Eigentumswohnungen pro Jahr in Deutschland.

Zu wenig? Experten sind der Überzeugung, dass die Nachfrage das Angebot auf dem Immobilienmarkt noch eine Zeit lang übertreffen wird. Die Phase der steigenden Preise dürfte daher noch andauern – sowohl für Anleger als auch für Selbstnutzer ist das eine interessante Situation.

Investoren dürfen auf eine Wertsteigerung ihrer Immobilie hoffen, für Selbstnutzer könnte auch angesichts niedriger Zinsen der richtige Zeitpunkt für die eigenen vier Wände gekommen sein, ein angemessenes finanzielles Polster vorausgesetzt.

Was spricht für einen Neubau?

Für eine Neubauwohnung lassen sich im Vergleich mit dem Altbau einige gute Argumente vorbringen. Das ist zunächst einmal die Möglichkeit, in einer frühen Phase des Bauprojektes noch Einfluss auf Ausstattung und Grundrissdetails zu nehmen, sofern sich die Käufer rechtzeitig für eine Immobilie entschieden haben.

Ein weiterer Pluspunkt: Neubauten befinden sich in der Regel energetisch und technologisch auf dem neuesten Stand. Das bedeutet einerseits Komfort und führt andererseits zu geringeren Energiekosten sowie zu einem kleineren CO²-Fußabdruck.

Der nächste Vorteil besteht darin, dass die Raumaufteilung heutigen Wohnbedürfnissen entspricht – etwa mit großen Wohn-Essbereichen und Gäste-WCs. Zu guter Letzt können die Eigentümer dank einer zeitgemäßen Bauqualität und -ausführung mit geringeren Instandhaltungskosten rechnen als bei einem Altbau.

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