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Statistisch gesehen wird in Deutschland rund alle fünf Minuten irgendwo eingebrochen. Fenster und Türen zählen dabei mit Abstand zu den größten Schwachstellen im Einfamilienhaus.

Sind sie leicht zu erreichen und nicht gesichert, benötigen geübte Täter laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) weniger als 15 Sekunden, um sie aufzuhebeln. Diese Methode wählen sie in 70 Prozent aller Fälle. Alternativ kommen Einbrecher durch gekippte Fenster herein oder schlagen die Scheibe ein, um das Fenster dann zu entriegeln.

An die Folgen denken

Schmuck, Uhren, Bargeld sowie elektronische Geräte wie Laptops sind begehrte Beutestücke – also alles, was sich schnell einstecken lässt. Für die Einbruchsopfer bleibt aber nicht nur ein materieller Scha- den. Viele haben lange mit den psychischen Folgen zu kämpfen. Schließlich haben die Täter private Gegenstände durchwühlt und sind so in die Intimsphäre der Betroffenen eingedrungen. Bei einer Umfrage des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN) gaben sechs von zehn der Bestohlenen an, sich dadurch gestresst oder angespannt zu fühlen. Fast 40 Prozent der Befragten raubt der Einbruch auch den Schlaf.

Mit einer Zwischenfinanzierung können Sie die Zeit überbrücken. © Shutterstock

Aktiv vorbeugen

Wer ein Erlebnis wie einen Einbruch vermeiden möchte, sollte es den Kriminellen so schwer wie möglich machen. Das geht mit moderner Sicherheitstechnik. An oberster Stelle der Planungen sollten mechanische Sicherungen stehen.

Die Polizei rät etwa zum Einbau einbruchhemmender Fenster und Türen. Im normalen Privatbereich empfiehlt sie sogenannte RC-2-Fenster. RC steht für „resistance class“ und bedeutet Widerstandsklasse. Diese Fenster und (Terrassen-)Türen besitzen Pilzkopfbeschläge, einbruchhemmende Verglasung (P4A-Glas) und meist einen abschließbaren Griff. Wer seine Rollläden austauschen oder auf einen elektrischen Antrieb umrüsten möchte, sollte gleich für eine Hochschiebesicherung sorgen. Bei Türen erschweren Sperrbügel an der Innenseite oder auch Schlösser mit speziellen Zylindern Tätern den Zutritt.

Einbruchschutzmassnahmen werden staatlich gefördert

Für viele Maßnahmen zum Einbruchschutz gibt es öffentliche Fördermittel. Bei der KfW Bankengruppe erhalten Sie beispielsweise einen zinsgünstigen Kredit bis 50.000 Euro oder einen Zuschuss von bis zu 1.600 Euro, den Sie nicht zurückzahlen müssen.

Die KfW unterstützt unter anderem den Einbau von nachträglich angebrachten Sicherheitsschlössern und Pilzkopfverriegelungen, einbruchhemmendem Glas und Alarmanlagen. Viele Maßnahmen lassen sich zudem mit altersgerechten Umbauten kombinieren. So macht man sein Zuhause nicht nur sicherer, sondern auch barrierefrei – und das mit nur einem Antrag für einen Förderkredit.

Mehr Informationen rund um Fördermittel zum Einbruchschutz finden Sie bei der KfW-Bank.