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Mit Alexa, Smart Home & Co. hat die Zukunft in unseren Häusern Einzug gehalten. Also nicht überraschend, dass auch unsere Fenster immer schlauer werden – für mehr Komfort, Energieeffizienz, Sicht- und Sonnenschutz.

Hell oder dunkel? Smart Glass denkt mit

Sie glauben, selbst denkende Fenster gibt’s nicht? Gibt’s doch! Die neue Glasgeneration nennt sich intelligentes Glas oder Smart Glass. Manchmal ist auch von dynamischen, elektrochromen oder schaltbaren Gläsern die Rede. Die Begriffe umfassen verschiedene Technologien und meinen Glas, das sich unter Einwirkung von Licht, Wärme oder elektrischer Spannung abdunkelt. Bei diesem Prozess sinkt die Oberflächentemperatur auf der Scheibe. Die Folge: Der Innenraum bleibt angenehm kühl, was sich wiederum positiv auf die Energiebilanz auswirkt. Das Material reagiert automatisch, Nutzer können es jedoch auch per Knopfdruck mit einem Wandschalter oder digital in einer App auf dem Mobilgerät regeln.

Energie! Wenn Fenster selbst heizen

Wie fänden Sie es, wenn Sie mit Ihren Fensterscheiben die ganze Wohnung heizen könnten? Was wie Science-Fiction klingt, könnte bald wahr werden: Das Start-up Vestaxx arbeitet an einem entsprechenden System. Die Ingenieure des Unternehmens beschichten die Innenseiten der Fensterscheiben dünn mit transparentem Metalloxid. Diese leitfähige Schicht ist 1.000 Mal dünner als das menschliche Haar. Sobald Strom angelegt wird, erwärmt sich das Metall auf dem Glas: Das Fenster heizt. Nutzer können den Prozess ganz bequem per App steuern und ihr intelligentes Glas als Heizung nutzen.

Schlaue Rahmen: Damit halten Fenster dicht

Nicht nur in den Scheiben, auch in den Fensterrahmen steckt jede Menge Innovationspotenzial. Denn sie sorgen idealerweise für perfekte Dämmung – und so für hohe Energieeffizienz. Deshalb tüfteln viele Hersteller an neuen Lösungen. Ein Beispiel bildet die Firma Kneer-Südfenster. Der Spezialist bietet zahlreiche Fenster in Aluminium-Holz, Holz, Kunststoff und Aluminium-Kunststoff an. Diese übertreffen die Anforderungen für Passivhäuser, zum Beispiel durch integrierte Luftkammern. Diese Konstruktion unterstützt die ohnehin schon guten Dämmeigenschaften von Holz. Abgestimmt auf die Fenster bietet das Unternehmen übrigens auch Haustüren und Hebe-Schiebe-Türen auf Passivhaus-Niveau an.

Rund um die Uhr clevere, kontrollierte Luftzufuhr

Aber mit perfekter Dämmung ist es nicht getan: Ein Mindestluftaustausch muss gewährleistet sein, damit sich an den eigenen vier Wänden nicht etwa unerwünschtes Kondenswasser sammelt. Ein guter Grund für Ingenieure, immer wieder neue Lösungen für einen steten, kontrollierten Luftaustausch zu entwickeln. Viele Hersteller verbauen zu diesem Zweck inzwischen Lüftungsöffnungen in ihren Rahmen. Eine Alternative sind Fensterfalzlüfter. Diese lassen sich im Nachhinein im inneren Falz des Fensterrahmens anbringen und sind bei geschlossenem Fenster unsichtbar. Mit beiden Systemen lässt sich die Luftzufuhr genau kontrollieren.

In Abwesenheit lüften? Aber sicher!

Fenster bilden jedoch nicht nur eine Schwachstelle im Hinblick auf Energieverluste. Für Einbrecher sind sie ebenfalls ein lohnendes Ziel. Daher empfehlen Experten vor allem in den unteren Etagen den Einbau einbruchhemmender Bauteile nach DIN EN 1627. Während diese Standards bereits fest etabliert sind und entsprechende Fenster bei vielen Anbietern erhältlich sind, arbeiten Rahmenkonstrukteure an weiteren Neuheiten. Ein Beispiel sind Fenstersysteme mit sogenannter gesicherter Lüftungsstellung wie von Oknoplast. Die Fenster des Herstellers lassen sich nicht nur vollständig kippen. Auch eine reduzierte Kippweite ist möglich. So bleibt das Fenster einbruchsicher, Hausbesitzer können auch nachts oder in Abwesenheit lüften.