So geht Bausparen

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Ein Bausparvertrag kann als zinssicherer Baustein einer Immobilienfinanzierung dienen. Hier zeigen wir Ihnen, wie Bausparen funktioniert.

 

1) Planung

Zum Start werden die Eckpfeiler genau festgelegt: Wie hoch soll die gesamte Bausparsumme sein, mit der Sie arbeiten wollen? Wie viel können Sie monatlich sparen? Dabei umfasst Bausparen zwei wesentliche Phasen: die Sparphase und die Darlehensphase. Der Zinssatz des Darlehens wird bereits zu Vertragsbeginn festgelegt und bleibt über die gesamte Laufzeit gleich. Damit sichern Sie sich bereits zu Vertragsbeginn einen Zinssatz und gewinnen eine gewisse Planungssicherheit für die Zukunft.

2) Sparphase

In der Sparphase wird durch Einzahlung in den Vertrag Eigenkapital aufgebaut. Hat der Bausparvertrag die erforderliche Bewertungszahl erreicht, wird er zugeteilt. Die Bewertungszahl zeigt an, wie lange und in welcher Höhe in Bezug auf die Bausparsumme das angesparte Geld der Bauspargemeinschaft zur Verfügung stand. Nach Zuteilung kann sich der Bausparer sein Guthaben auszahlen lassen und das Bauspardarlehen beantragen (Kreditwürdigkeit vorausgesetzt).

3) Arbeitnehmer-Sparzulage

Bei vielen Arbeitgebern können Sie zusätzlich zu Ihrem Gehalt vermögenswirksame Leistungen in Höhe von bis zu 40 Euro monatlich beantragen und direkt in einen Bausparvertrag einzahlen. Zusätzlich beteiligt sich der Staat an der Kapitalbildung mit der sogenannten Arbeitnehmer-Sparzulage.

Wichtig zu wissen: Das zu versteuernde Jahreseinkommen darf nicht höher als 40.000 Euro (Ledige) bzw. 80.000 Euro (Verheiratete) sein. Höchstbetrag: 9 % von maximal 470 bzw. 940 Euro, also maximal 43 bzw. 86 Euro im Jahr. Die Auszahlung auf das Bausparkonto erfolgt in der Regel nach sieben Jahren.

4) Wohnungsbauprämie

Um Eigenkapital schneller bilden und somit den Traum vom Eigenheim eher erfüllen zu können, gibt es vom Staat die Wohnungsbauprämie. Für Bausparer, deren Einkommen 35.000 Euro (Ledige) bzw. 70.000 Euro (Verheiratete) nicht übersteigt, beträgt sie 10 % der jährlichen Sparsumme, aber maximal 70 Euro (Ledige) bzw. 140 Euro (Verheiratete). Ausgezahlt wird sie, wenn der Bausparvertrag nach Zuteilung wohnungswirtschaftlich verwendet wird.

5) Zuteilung

In der Zuteilungsphase haben Sie drei Möglichkeiten:

  1. Sie können die Zuteilungsannahme vertagen und weiter auf Ihren Bausparvertrag einzahlen.
  2. Sie können die Zuteilung annehmen, sich das Bausparguthaben auszahlen lassen und auf das Bauspardarlehen verzichten.
  3. Sie können die Zuteilung annehmen, sich das Bausparguthaben auszahlen lassen und das Bauspardarlehen beantragen.

6) Darlehensphase

Nehmen Sie die Zuteilung an und wird das Bauspardarlehen nach positiver Kreditwürdigkeitsprüfung gewährt, beginnt die Darlehensphase. Sie nutzen das Darlehen, um Ihr Eigenheim zu finanzieren, und zahlen es in monatlichen Tilgungsraten mit einem festen Sollzins über die gesamte Laufzeit zurück. Sondertilgungen sind je nach Tarif möglich.

Wohn-Riester: Zuschuss und Zulagen nutzen

Bei Auswahl eines Altersvorsorge-Bausparvertrags können Sie die staatliche Riester-Förderung erhalten. Als Grundzulage gibt es bis zu 175 Euro jährlich auf den Riester-Bausparvertrag. Für Kinder gibt es Extrazulagen (300 Euro ab Jahrgang 2008; 185 Euro bis Jahrgang 2008).