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Bild eines Heizkörpers
Foto: Shutterstock

Ich wohne in einem 40 Jahre alten Haus und will nun den Ölheizungskessel erneuern. Dabei denke ich über die Anschaffung einer Wärmepumpe nach. Bräuchte ich dann auch neue Heizkörper? Sollte man die Pumpe draußen oder im Keller platzieren? Und sind Wärmepumpen für Altbauten überhaupt ratsam?

Natürlich ist es gut, sich beim Thema Heizen über Alternativen zu rein fossilen Energieträgern Gedanken zu machen. Da Sie die geplante neue Wärmepumpe nicht näher beschreiben, gehen wir davon aus, Sie meinen eine sogenannte Luft-Wasser-Wärmepumpe. Diese ist im Vergleich zu anderen Systemen günstig in der Anschaffung, aber als Wärmequelle leider nicht so effizient. Das liegt daran, dass die Luft draußen am kältesten ist, wenn Sie ihr im Winter am meisten Energie entziehen wollen.

Ihre Heizkörper können, vor allem wenn sie klein dimensioniert sind, ein Problem darstellen, denn um die gewünschte Wärme im Innenraum zu erreichen, müsste die Vorlauftemperatur entsprechend hoch eingestellt sein, und das spricht gegen den wirtschaftlichen Betrieb einer Wärmepumpe. Ob die Pumpe draußen oder drinnen platziert wird, hat kaum einen Einfluss auf ihre Kosten für Strom. Wärmepumpen erzeugen allerdings Geräusche, und sollten sie im Freien stehen, sind Abstände zum Nachbarn und zum eigenen Schlafzimmerfenster zu beachten. Steht das Gerät im Keller, muss auch hier der interne Schallschutz berücksichtigt werden. Für Altbauten sind die Pumpen grundsätzlich ratsam – sofern Ihr Gebäude energetisch entsprechend ertüchtigt ist. Wenn Ihr Haus nach 1977 gebaut wurde, fällt es unter die 1. Wärmeschutzverordnung. Sollte das Gebäude sich noch überwiegend im Originalzustand befinden, sehen wir den wirtschaftlichen Betrieb sehr kritisch. Sie sollten einen unabhängigen Energieberater vor Ort einschalten.