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Foto: iStock

Unser Anbau ist vier Jahre alt. Der Bau ist aus Beton (im Keller wasserdichter Beton, wegen des Grundwassers), mit Steinwolle isoliert und mit einer circa zwei Zentimeter dicken Putzschicht versehen. Da das Niveau des Hofpflasters noch nicht feststand, wurde bis etwa 15 Zentimeter unter das Oberflächenniveau verputzt. Das Hofpflaster wurde ohne schwarze Noppenfolie o.ä. bis an den Außenputz verlegt. Nun ist es so, dass an der Nordseite die Farbe Blasen wirft und grünlich wird. Was kann man hier machen?

Steinwolle als Außendämmung wird an der Fassade häufig eingesetzt, im stark feuchtebelasteten Sockelbereich oder an der Kelleraußenwand ist dieser Dämmstoff aber absolut ungeeignet. Speziell in Ihrem Fall, mit einem sehr hohen Grundwasserstand, sollten Sie noch einmal prüfen, was genau eingebaut wurde.

Sind die Platten grün oder lila, handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um eine geeignete, sogenannte Perimeterdämmung. Falls nicht, sollte ein Fachmann vor Ort bestimmen, um welche Dämmung es sich handelt und ob diese geeignet ist.

Auf dem beigelegten Foto sieht man, dass der Kopfsteinplasterbelag direkt an den geputzten Sockel anschließt. Es gibt keinen Traufstreifen und die von Ihnen bereits erwähnte Noppenbahn fehlt ebenfalls. Speziell diese Belagsart hat einen großen Fugenanteil, welcher nach einem Regen nur an der Oberfläche abtrocknet und so ständig Feuchtigkeit an den Sockel abgibt. Diese ist dann auch für die Blasen- und Algenbildung verantwortlich. 

Wie sollten Sie jetzt vorgehen? Klären Sie zuerst die Fragen zum eingesetzten Dämmstoff, ist hier alles in Ordnung, wäre es sinnvoll, die ersten beiden Steinreihen direkt am Haus zu entfernen und durch einen Kiesstreifen zu ersetzen. Verwenden Sie diesmal eine Noppenbahn zwischen Sockel und Kies. Schneiden Sie die Bahn knapp unterhalb der Kiesoberkante ab, damit sie nicht sichtbar ist. Große Blasen im Putz werden sich nicht zurückbilden und sollten nach entfernen der Steine und bevor der Kiesstreifen erstellt wird, ausgebessert werden.