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Renovierung
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Ich bin Allergiker und möchte nun meine Wohnung neu streichen. Welche Farbe soll ich am besten wählen? 

Bei Wandfarben werden allergische Reaktionen meist durch die enthaltenen Konservierungsmittel und Lösemittel ausgelöst. Je höher der pH-Wert einer Farbe ist, desto weniger Zusatzstoffe sind notwendig, da sich Schimmel und Bakterien in alkalischem Milieu nicht wohlfühlen. Deshalb sind mineralische Kalk- und Silikatfarben grundsätzlich besser für Allergiker geeignet als gängige Dispersionsfarben. Silikatfarben gehen mit dem Untergrund eine chemische Verbindung ein, sie sind also genau genommen gar kein reiner Anstrich. Hier ist es deshalb wichtig, vor dem Streichen den Untergrund der Wand zu prüfen, da Gipsputz- und Dispersionsfarbe ungeeignet sind. Kalk- und Lehmfarben dagegen vertragen sich auch mit Dispersionsanstrichen. Allerdings sind sie aufwendiger in der Verarbeitung, und es ist nur der Einsatz gedeckter Farben möglich. Falls Sie sich am Ende deshalb doch für eine Dispersionsfarbe entscheiden, sollten Sie darauf achten, dass keine VOC-haltigen Lösungsmittel oder Formaldehyde bzw. Isothiazolone als Konservierungsstoffe enthalten sind. Lassen Sie sich das Datenblatt mit der genauen Angabe der Inhaltsstoffe geben und suchen Sie sich eine Probefläche aus, um die Farbe zu testen. Dann sehen Sie auch gleich, ob die Farbe hält, wie sie sich verarbeiten lässt und ob Sie auf Hautkontakt gesundheitlich reagieren. Frisch gestrichene Räume sollten so oder so immer mindestens 24 Stunden gut durchgelüftet werden – auch dann, wenn Sie keine besondere Unverträglichkeit oder Allergie haben.