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Wann lohnt sich eine neue Heizung eigentlich? Und was ist bei der Heizungserneuerung zu beachten? Wir geben Tipps, wie Sie effizienter heizen.

Naht die kalte Jahreszeit, fragen sich viele Hauseigentümer: Ist meine Heizungsanlage bereit für den Winter? Und was kann ich tun, um meine Räume effizienter zu heizen? Den einen oder anderen beschleicht die Ahnung, dass es an der Zeit wäre, die Heizung erneuern zu lassen.

Die Statistik spricht dafür: Durchschnittlich 17 Jahre sind die Heizungsanlagen in Häusern und Wohnungen in Deutschland schon in Betrieb. Fast jede vierte Heizung ist sogar 25 Jahre oder älter. Damit entsprechen viele Heizungen hinsichtlich Effizienz und Schadstoffemissionen nicht mehr dem heutigen Stand der Technik – ein großes Modernisierungspotenzial. Schnell und unkompliziert ließen sich in Deutschland etwa allein 2,7 Millionen Wohngebäude von Öl auf Erdgas oder Fernwärme umstellen.

Aber natürlich bieten sich auch umweltfreundlichere Energieträger an. Von erneuerbaren Energien profitiert dabei nicht allein die Umwelt: Eine energetische Sanierung kostet zwar viel Geld, minimiert aber auch laufende Kosten und erhöht Komfort und Sicherheit.

Beispiel Smart Home: Per Heizungssteuerung lassen sich heute viele Heizsysteme nahezu automatisiert und damit sparsam betreiben. Zudem werden die Modernisierungsmaßnahmen vom Staat mit zinsgüns-
tigen Darlehen und einmaligen Zuschüssen gefördert. Es lohnt sich also, über einen Austausch nachzudenken, zumal Heizkessel laut Energieeinsparverordnung EnEV nach 30 Jahren Betrieb ersetzt werden müssen.

Gesetzlich verpflichtend ist darüber hinaus ein Energielabel für neue Heizungen und für Anlagen, die älter als 15 Jahre sind. Das soll Verbrauchern zeigen, wie effizient ihre Geräte sind und sie zum Austausch motivieren. Das Ziel: mehr erneuerbare Energien, weniger Öl und Erdgas.

Zeit zum Handeln?

1)
Der Heizkessel ist älter als 15 Jahre und muss oft repariert werden.

2)
Brennstoffkosten werden immer teurer und Ersatzteile sind schwer zu bekommen.

3)
Die Heizung macht Geräusche und der Heizkörper wird nur oben warm.

4)
Das Warmwasser oder die Räume werden nicht warm.

5)
Die Flamme des Heiz­kessels leuchtet nicht blau oder die Heizung ist undicht.

Wer größer plant, kann über eine Fußbodenheizung nachdenken. Foto: GettyImages

Austauschen, sparen und profitieren: Fünf gute Gründe

1)
Für alle Heizkessel,
die Öl oder Gas verbrennen, gilt eine gesetzliche Austauschpflicht, wenn sie älter als 30 Jahre sind, Konstanttemperaturtechnik verwenden oder eine Heizleistung von 4 bis 400 kW haben.

2)
Moderne Heizungsanlagen
gewinnen mehr Energie aus den eingesetzten Brennstoffen und erzeugen so weniger CO2-Emissionen. Das senkt die Heizkosten und schont die Umwelt.

3)
Smarte Heizungen
lassen sich mit Smartphone, Tablet oder PC aus der Ferne steuern. Das macht sie sicher und zuverlässig. Sie passen ihre Leistung automatisch an den Wärmebedarf  in den Räumen an.   

4) 
Reparaturen können je nach
Alter und Zustand der Heizung teurer sein als der Austausch der ganzen Anlage. Dieser ist auch dann sinnvoll, wenn auf dem Markt immer weniger Ersatzteile zur Verfügung stehen.

5)
Die Heizungserneuerung
wird vom Staat finanziell mit Zuschüssen, Darlehen und steuerlichen Vergünstigungen gefördert. Besonders hoch ist die Prämie beim Austausch einer Ölheizung.

Wie planen Sie den Heizungstausch? Und wie stellen sich Heizungsarten im Vergleich dar? Das lesen Sie hier:
Effizienter heizen: Heizungsarten im Vergleich

Lesen Sie, welche drei Fragen zur Heizungserneuerung häufig gestellt werden und was eine Heizung in Verbindung mit Smart Home bringt.
Effizienter heizen: die smarte Heizungssteuerung

Lesen Sie hier, wie der Austausch einer Heizung gefördert wird und was das Heizungslabel aussagt:
Effizienter heizen: Förderung für den Heizungstausch